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Wie definieren Sie Bürgernähe?
Bürgernah bedeutet für mich, sich an den Bedürfnissen und Problemen der Bürger zu orientieren und auf deren Interessen einzugehen. Bürgernähe ist für mich auch kein Fremdwort, da ich seit Jahren ehrenamtlich in Plattling engagiert bin und dort mit vielen Leuten ins Gespräch komme. Dabei muss man nicht immer diskutieren, oftmals reicht es aus, den Menschen zuzuhören. Hier kann man Vieles mitnehmen, was einem für die Arbeit im Stadtrat bzw. als zukünftiger Bürgermeister hilft, um dort ansetzen zu können, wo der Schuh drückt. Hier gilt es Lösungen im Interesse der Bürger zu finden. Bürgernähe muss auch sein, dass man die Plattlinger/innen bei wichtigen Zukunftsentscheidungen, wie zum Beispiel die Umgestaltung des Stadtplatzes miteinbezieht und gemeinsam mit ihnen die Zukunft gestaltet. Deshalb habe ich auch den Leitgedanken #UnserPlattling gewählt.
Gesetzt, Sie werden zum ersten Bürgermeister gewählt? Brauchen Sie einen oder zwei Stellvertreter und aus welchen Fraktionen sollten diese kommen.
Mit dieser Thematik habe ich mich ehrlich gesagt noch nicht genauer befasst. Sollte ich Bürgermeister werden, werde ich mir dies von der Verwaltung sachlich darlegen lassen, ob Plattling überhaupt zwei Stellvertreter braucht. Abgesehen davon denke ich, falls die CSU/JL die absolute Mehrheit im Stadtrat bilden, dass sich nur wenig tun wird und sie wie bisher den 2. und 3. Bürgermeisterposten für sich reklamieren werden. Als Freier Wähler, der keinen Fraktionszwang kennt und ein anderes Demokratieverständnis hat, kann ich mir durchaus vorstellen, dass ich mich dafür einsetze, die/den Stellvertreter durch Mitglieder der anderen Fraktionen zu besetzen. Die Entscheidung liegt jedoch letztendlich beim neuen Stadtrat, der ja die Stellvertreter wählt. Für die Zusammenarbeit im Stadtrat wäre dies jedenfalls sehr dienlich, da so auch unterschiedliche Aspekte und Lösungsansätze zu den anstehenden Themen besser berücksichtigt werden.
Wie sehen Sie die künftige Zusammenarbeit mit dem Oberzentrumspartner Deggendorf?
Die Zusammenarbeit zwischen Deggendorf und Plattling müsste meiner Meinung nach viel kooperativer gestaltet werden. Man sollte sich mehr als Einheit auf Augenhöhe betrachten und wichtige Entscheidungen, wie z.B. Betriebs-, Schul- und Behördenansiedlungen gemeinsam absprechen. Als Plattlinger ist es mir hierbei wichtig, sich nicht immer mit Deggendorf zu vergleichen. Wir haben sehr viele Alleinstellungsmerkmale, wie zum Beispiel unseren starken Wirtschaftsstandort, die tolle Lage an der Isar und am Isarradweg, unser Nibelungenfest etc., darauf müssen wir aufbauen, um unseren Anspruch zu betonen. Dabei ist es mir wichtig, sich nicht als Konkurrent, sondern als Partner zu verstehen und gemeinsam für einen Wirtschaftsstandort zu werben, wodurch das Oberzentrum auch eine stärkere Gewichtung in Niederbayern erlangen könnte.
Wie sieht für Sie der Stadtplatz der Zukunft aus?
Er muss das Herz der Stadt sein. der zentrale Anlaufpunkt für Bürger, wo man sich treffen, miteinander in Kontakt kommen und eine schöne gemeinsame Zeit verbringen kann. Ein Ort, an dem nach der Fertigstellung der Ostumgehung, hoffentlich deutlich weniger Verkehr fließt und Fußgänger und Radfahrer mehr berücksichtigt werden. Natürlich wird der Kern und die Grundstruktur unseres Stadtplatzes mit seiner Kastanienallee erhalten bleiben. Das ganze Drumherum, wie die Stellplätze, die Straßenführung, Parkplatzflächen und dgl. möchte ich aber umgestalten, sodass sich der ganze Platz dann auch moderner und zeitgemäßer präsentiert. Ich hoffe, dass es uns auch gelingt, das Ganze noch grüner zu gestalten und dadurch die Aufenthaltsqualität zu stärken. Zudem wollen wir mehr Platz für die Gastronomie und zugleich mehr Aufenthaltsbereiche für Familie mit Kindern schaffen. Dadurch würde es uns gelingen wieder mehr Leben in die Stadt zu bringen und die Leute auch in der Stadt zu halten. Hiervon profitieren dann natürlich auch die Geschäfte der Innenstadt.