Aktuelles
Drei Kandidaten gibt es fürs Bürgermeisteramt.
Warum sind Sie der Beste?
Ob ich der Beste bin, darüber möchte ich mir kein Urteil anmaßen, das ist die Entscheidung der Wählerinnen und Wähler. Warum ich glaube, dass ich für das Bürgermeisteramt geeignet bin, möchte ich folgendermaßen beantworten:
Ich bin in Plattling aufgewachsen, zur Schule gegangen und seit Jahren in zahlreichen Vereinen aktiv. Ich komme durch meine ehrenamtlichen Engagements mit sehr vielen Leuten ins Gespräch und weiß dadurch, wo in unserer Heimatstadt der Schuh drückt. Dadurch, dass Plattling von vielen verschiedenen Seiten kenne, werde ich gemeinsam mit meinem Team und dem neuen Stadtrat neue Impulse setzen, um das Entwicklungspotential von Plattling zu stärken und Plattling für die Zukunft fit zu machen.
Die politischen, technologischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich gerade in den letzten 20 Jahren grundlegend gewandelt und unser Leben verändert. Ich bin mit diesem Wandel aufgewachsen und werde mich den neuen Herausforderungen, auch auf kommunaler Ebene stellen. Bereits in unserem „Leitfaden für Plattling“ habe ich eine ganze Reihe neuer Ideen präsentiert, wie ich gemeinsam mit den Plattlingerinnen und Plattlingern unsere Heimatstat lebenswerter und zukunftsfähig machen möchte.
Plattling steht in der nächsten Legislaturperiode vor zahlreichen richtungsweisenden Entscheidungen. Eine wird sicherlich die Umgestaltung unseres Stadtplatzes sein. Für mich ist es dabei wichtig, dass wir mehr ausprobieren und uns mehr trauen müssen. Wir dürfen uns nicht nur auf eingefahrene Muster und Altbewährtes verlassen, sonst verlieren wir den Anschluss. Wir müssen viele neuen Ideen umsetzen und Dinge, die nicht optimal gelaufen sind auf den Prüfstand stellen. Hierbei möchte ich möglichst viele Bürger miteinbeziehen. Es darf kein gegeneinander sein, sondern es muss ein miteinander zum Wohle Plattlings sein.
Alle Fraktionen sind für den „Glaspalast“ Bürgersaal im Nordpark. Wie erfüllen sie diese Mehrzweckhalle mit Leben? Wie viel Veranstaltungen im Jahr sollen dort stattfinden?
Für mich als stellvertretender Vorsitzender des Regenbogen Kunst- und Kulturvereins und Initiator der Regenbogen the next Generation Reihe ist es zunächst wichtig, dass wir mit dem neuen Bürgersaal unserem Bürgerspital keine Konkurrenz machen. Denn das Bürgerspital mitten am Stadtplatz und damit im Herzen unserer Stadt bietet mit seinem besonderen Ambiente viele Veranstaltungen, wie z.B. Ausstellungen, Konzerte, dem Plattlinger Künstlersommer uvm., welche erheblich zur Belebung unserer Innenstadt beitragen. Für den Bürgersaal sehe ich vor allem die Aufgabe, dass er die schon seit Jahren in passender Größe fehlende Veranstaltungshalle im Ansatz ersetzt. Bereits abgewanderte Veranstaltungen gilt es zurückzugewinnen. Hier meine ich zum Beispiel Abschlussfeiern von Schulen, Bälle, die Kreisjägerversammlung oder auch die Versammlung der Rübenbauern usw. Zu den kulturellen Veranstaltungen sind z.B. Meetings und Konferenzen unserer Betriebe, für die bisher die geeigneten Räumlichkeiten fehlten, denkbar. Konzerte der nahegelegenen Berufsfachschule für Musik oder der Fachhochschule bieten sich förmlich an. Wie Sie sehen ist der Bedarf da. Wie viele Veranstaltungen es genau sein werden, kann aber zum jetzigen Zeitpunkt noch niemand beziffern.
Gleich nebenan entsteht das Bürger- oder Vereinshaus? Wer sollte es nutzen können?
Mit dem Kauf des gesamten Nordparkgeländes von der Deutschen Bahn, ist man damals auch die Unterhaltsverpflichtung für die beiden denkmalgeschützten Backsteinbauten eingegangen. Der Stadtrat hat jetzt die Gelegenheit genutzt, mit dem Bürger- und Vereinshaus die ohnehin bestehende Unterhaltslast der beiden Gebäude, auch einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Speziell Vereine sollen das Haus als einen Anlaufpunkt für Versammlungen, Vorträge, Sitzungen oder auch Proben und dgl. nutzen können. Auch Sprech- und Beratungsstunden von gemeinnützigen Organisationen wie beispielsweise dem VDK kann ich mir dort gut vorstellen. Das Miteinander, auch der einzelnen Vereine, wird in Plattling sicherlich davon profitieren.
Der Verkauf der Bauparzellen „Am Frohnauer Weiher“ verläuft eher schleppend. Das große Projekt „Wohnen am Mühlbachpark“ macht ein großes Unternehmen, das natürlich gewinnorientiert ist. Braucht es städtische Wohnungsbauaktivitäten für sozial Schwächere?
Wichtig ist meiner Meinung nach, dass wir es in Plattling schaffen, dass das Angebot und die Nachfrage an Wohnraum sich angleichen und er auch bezahlbar bleibt. Es sind nämlich nicht nur die „sozial Schwachen“, welche unter den hohen Mietpreisen leiden, sondern auch ältere und junge Plattlinger. Während sich manch ältere/er Plattlingerin/er die Wohnung alleine nicht mehr leisten kann, wandern unsere jungen Plattlinger häufig in die Nachbargemeinden ab. Was wiederum gravierende Auswirkungen auf das Ehrenamt und das Vereinsleben in Plattling hat, denn hier fehlen diese jungen, engagierten Leute, die Verantwortung übernehmen. Dass die Stadt als Bauherr für Wohnungen fungiert, ist nicht unbedingt deren Aufgabe. Ich bin der Meinung, dass das Unternehmen aus der Wohnungswirtschaft, wie z.B. unsere Baugenossenschaft besser und effizienter können. Vielmehr sehe ich es als notwendig an, hierfür verbilligtes Bauland an Investoren abzugeben und dieses dann aber mit einer Sozialbindung zu belegen. Auch wäre es vorstellbar, dass man zukünftig Großprojekten wie zuletzt am Stanglmeier- und Hiergeistgelände nur noch zustimmt, wenn ein gewisser Anteil an Wohnungen an die Sozialbindung geknüpft ist. Ich werde mich als Bürgermeister dafür einsetzen, dass der Wohnraum in Plattling bezahlbar bleibt.