11.07.2019
Rege Teilnahme an der Begehung der Grabengasse durch die Freien Wähler

Stadtrat Reinhard Leuschner lud die Mitglieder der Freien Wähler zu einer Begehung der Grabengasse in Bezug auf  die Entwicklung der Innenstadt ein. Bereits seit vielen Jahren beschäftigt sich der Plattlinger Stadtrat mit der Innenstadtbelebung.

Am Beispiel der Grabengasse wollten die Freien Wähler erkunden, welche Ergebnisse Maßnahmen, wie z.B. die Belebung oder Stabilisierung der Innenstadt, die zukunftsfähige Nutzung bisher unbebauter Flächen, die Stärkung der historischen städtebaulichen Glockenform der Innenstadt oder die Maßnahmen des Lärmschutzes durch die Bahn aufweisen. Darüber hinaus interessierte man sich dafür, wie innerstädtisches Bauen von der Bevölkerung  aufgenommen wird und wie sich die Zunahme von innerstädtischem Wohnen auf den örtlichen Einzelhandel auswirken könnte.

Die Freien Wähler unterstützen zentrumsnahes Bauen sowohl von privater, als auch öffentlicher Hand, da es vor allem die Innenstadt belebt und stabilisiert. Mehr in der Innenstadt lebende Bürger bedeuten auch eine Stabilisierung der Einzelhandelsgeschäfte und der Gastronomie. Soweit attraktive und günstige Wohnungen für den Bürger angeboten werden und die Infrastruktur kurze Wege z.B. zu Geschäften, Ärzten und öffentlichen Einrichtungen ermöglicht, werden auch vermehrt Bürger bereit sein, wieder in die Innenstadt zu ziehen. Die Freien Wähler sehen es als positiv an, wenn noch vorhandene Freiflächen in der Innenstadt oder frühere Fabrikgelände für den Wohnungsbau genutzt werden.

Als Beispiel hatte man sich bei der Begehung der Grabengasse den Standort einer größeren, noch im Entstehungsprozess befindlichen Wohnanlage angesehen. Interessant ist hierbei, dass auf einem früheren Fabrikgelände ein Wohngebäude mit 18 Wohneinheiten unweit des Stadtplatzes entsteht. Hierbei wurde vor allem auch darauf geachtet, wie ein solch großes Gebäude verkehrstechnisch zu erreichen ist und wie es die Bewohner der Grabengasse beeinflussen wird.

Erstaunlich viele Anwohner nahmen an der Begehung teil, obwohl nicht öffentlich dazu eingeladen worden ist. Gerne hörten sich die Stadträte Reinhard Leuschner, Stefan Fisch und die Vorsitzende der Freien Wähler Heidi Koschollek  die Anregungen und Wünsche der Anwohner an und werden sie auch gegenüber der Stadt und den Stadtwerken vorbringen. So sollte die Grabengasse nicht zu einer Durchgangsstraße werden, wenn sich zu Stoßzeiten der Verkehr in der Deggendorfer Straße staut. Gewünscht sei hier nur ein Befahren der Grabengasse für Anlieger. Auch soll das kurze Straßenstück am „Neubau Brandl“ weiterhin für den Kraftfahrverkehr gesperrt bleiben und die Straße auch nicht verbreitert werden.  Angesprochen wurden auch fehlende Straßenbeleuchtungen und Grünanlagen sowie Abwasserkanalverbesserungen.

Fußläufig ist der Stadtplatz von der Grabengasse sehr gut erreichbar, wenn gleich die Verwirklichung eines zusätzlichen öffentlichen Fußweges z.B. über die Brauereigasse bisher noch nicht verwirklicht werden konnte.

Bei der Begehung wurde auch darauf geachtet, dass die historische Entwicklung der Stadt berücksichtigt wird. Ziel sollte sein, die Grabengasse genau so attraktiv zu erschließen, wie es in der Sterngasse geschehen ist. So gilt es auch, den letzten unbefestigten Weg auszubauen. Die Grabengasse und die Sterngasse würden dann den historischen Kern entlang der ehemaligen Stadtmauer darstellen. In vielen anderen Städten ist man stolz darauf, so alte Wege erkennbar gemacht zu haben, um historische Baulichkeiten darzustellen, zumal in diesem Bereich sogar noch ein Stück der alten Stadtmauer vorhanden ist. 

Die Freien Wähler werden weiterhin solche Begehungen von Stadtbereichen vornehmen, um Anregungen und berechtigte Wünsche der Bürger vor Ort aufnehmen zu können. Interessierte Bürger können sich gerne unter fw-plattling@gmx.de bei den Freien Wählern melden.