13.02.2019
Freie Wähler sehen Bedarf für eine Veranstaltungshalle

Zu ihrer Mittgliederversammlung im Februar trafen sich die Freien Wähler Plattling im Eiscafé La Fontana. Der Ortsvorsitzenden Stefan Fisch freute sich, mit Franz Hirschorn und Liborio Marino zwei neue Mitglieder vorstellen zu dürfen. Nachdem man gemeinsam auf ein aktives neues Jahr angestoßen hatte, gab Fisch einen Rückblick auf die bisherigen Aktivitäten seit Jahresbeginn, wie zum Beispiel den Besuch der Landesdelegiertentagung in Essenbach, dem Dreikönigstreffen in Wallersdorf sowie den gut besuchten Veranstaltungen zu den Themen „Datenschutzgrundverordnung für Vereine“ und „Fit für den Berufsalltag“.

Im Anschluss daran informierte Kreis- und Stadtrat Reinhard Leuschner über die diversen Treffen der Freien Wähler auf Bezirks- und Kreisebene. Besonders ging er nochmals auf die Polderfrage ein, um klarzustellen, dass auch die Freien Wähler des vom Hochwasserwasser arg betroffenen Landkreises im Jahr 2013 nicht mit der Koalitionsvereinbarung der CSU und FW einverstanden sind. So wurden Schreiben verfasst und Gespräche mit Umweltminister Thorsten Glauber und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger geführt, um Klarheit in die Polderfrage zu schaffen. Umweltminister Thorsten Glauber versicherte immer wieder alle Gutachten genauestens zu überprüfen und dann Regionalkonferenzen in den betroffenen Bereichen abzuhalten. Wichtig sei auf jeden Fall, dass der 100jährige Hochwasserschutz sofort weiter ausgebaut werden müsse.

Zum Geschehen in der Stadt brachte Leuschner vor, dass durch die absolute Mehrheit der CSU im Stadtrat meist eigene Ideen nicht oder nur schwer umsetzbar sind. So konnten sich sowohl die SPD als auch die FW mit ihrer Forderung durchsetzen, einen neuen Kindergarten in Pielweichs zu errichten. Weiterhin wurde mit der Stimmenmehrheit der CSU auch die große Chance vertan, dass die Häringkurve in Pankofen durch den Rückbau des neu zu errichteten Gebäudes entschärft worden wäre. Trotzdem kann sich die Plattlinger Bevölkerung darauf verlassen, dass man auch in der Opposition für die Bürger viel erreichen kann, wenn es auch oft schwieriger und vor allem langwieriger sei. Ferner betonte Leuschner den unermüdlichen Einsatz der Mitglieder des Ortsverbandes bei der Unterschriftensammlung um die Straßenausbaugebührensatzung abzuschaffen und die Kita-Gebühren zu senken. In diesem Zusammenhang verwies er nochmals auf die Erfolge bei der Abschaffung der Studiengebühren oder auch der Wiedereinführung des G 9.

Die Stadträte Werner Zellner und Reinhard Leuschner wiesen aber auch auf die vielen derzeit laufenden Baumaßnahmen der Stadt hin, die den Haushalt sehr belasten werden, aber für das Weiterwachsen unerlässlich sind. Bei all diesen Maßnahmen darf aber nicht die Generalsanierung der Mittelschule vergessen werden, um den Bereich der Schulen auch zu verbessern. Weiterhin wird ein sehr großer Bedarf an einer Veranstaltungshalle gesehen, um Plattling als zentralen Veranstaltungsort wieder Geltung zu verleihen und für den Bürger, sowie den Vereinen einen Saal für Veranstaltungen zu bieten.

Aus gegebenen Anlass ging die stellvertretene Vorsitzende Heidi Koschollek noch auf das Volksbegehren „Artenvielfalt“ ein. Sie führte aus, dass darauf zu achten sei, dass unsere bayerischen Landwirte nicht allein für das Bienensterben im Freistaat verantwortlich gemacht werden. Denn das Artensterben habe viele Ursachen – wie den Flächenverbrauch und die damit fehlende Biotopvernetzung, den Klimawandel oder Belastungen durch den Verkehr. Es brauche vielmehr ein Konzept, um Bayern insgesamt ökologischer zu gestalten. Es gibt viele Bereiche, in denen noch enormes ökologisches Potenzial schlummert – wie Mobilität, die Wärmeerzeugung, die Energiegewinnung und den Wohnungsbau. All diese Industriezweige müssen langfristig umweltfreundlicher und nachhaltiger werden, um den Umweltschutz in Bayern zu verbessern.

Zum Schluss machte man sich an die Besprechung und Organisation der bevorstehenden Veranstaltungen. Fisch stellte fest, dass im Plattlinger Veranstaltungskalender nur noch der Kinderfasching der Freien Wähler für die Kinder aufgeführte wurde. Dies sei sehr schade, dass das Angebot derart zurückgegangen sei und betone zudem den Stellenwert von Kindern- und Familien. Ähnlich sei es am Plattlinger Faschingsmarkt, bei dem die Freien Wähler wieder mit ihrem „Hau den Lukas“ vertreten sein werden, um etwas Abwechslung in den von Trink- und Essständen geprägten Markt zu bringen.