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Südzucker investiert in neue Kläranlage

1,4 Millionen Euro verplant Südzucker für die neue Kläranlage, die noch heuer in Betrieb gehen soll. Eine geringere Geruchsbelästigung stellt Betriebsleiter Hans-Peter Pistauer in Aussicht. −Foto: Häusler

Mit dem Ziel, das Wasser schneller aufbereiten und in die Isar abführen zu können, will Südzucker eine neue Kläranlage neben der bestehenden Anlage in der Nähe des Damms errichten. 1,4 Millionen Euro nimmt das Unternehmen dafür in die Hand. In der Bau- und Umweltausschusssitzung am Mittwoch stellten Betriebsleiter Hans-Peter Pistauer und Daniel Heitkamp das Projekt vor. Nach kurzer Diskussion über den Geruch, der manchmal vom Teichgelände über die Stadt zieht, stimmte das Gremium zu. Eine Entscheidung, die auf Vertrauen basiere, betonte Bürgermeister Erich Schmid gegenüber Pistauer.
Stadt leitet Bedenken an Behörden weiterDass Südzucker kein Gutachten für den bei den Teichen entstehenden Geruch vorlegte, kritisierte Schmid. Den Lärm hingegen hatte das Unternehmen prüfen lassen, wobei dieser kein Problem darstelle. "Der Geruch ist es, mit dem wir in Plattling zu kämpfen haben", unterstrich Schmid. Ein Gutachten, das Pistauers Aussage – die Geruchssituation werde sich nicht verschlechtern, eher verbessern – belegt, wäre ihm lieb gewesen. Doch Südzucker hatte den Antrag auf Neubau der aeroben Abwasserbehandlungsanlage formgerecht eingereicht – eine ausführlichere Beteiligung der Kommune ist nicht erforderlich. Trotz Zustimmung werde die städtische Verwaltung die Bedenken an die Immisionsschutzbehörde im Landratsamt weiterleiten, sagte der Bürgermeister.

Zur Technik: Auf dem Teichgelände bereitet Südzucker Wasser auf. "Die Rübe besteht zu 75 Prozent aus Wasser", erläuterte Pistauer. Die neue Anlage soll die alte ersetzen und eine schnellere Aufbereitung ermöglichen. Dazu benötigt es drei Becken: ein zweigeteiltes, acht Meter hohes Becken (mit Denitrifikation und Nitrifikation), ein im Durchmesser kleineres, auch acht Meter hohe Entgasungsbecken sowie das 4,50 Meter hohe Nachklärbecken. Damit versucht das Unternehmen, die zulässige Einleitmenge von 600 Kubikmetern pro Stunde auszuschöpfen. Dadurch verringere sich die Einstapelung von Wasser in den Teichen. Davon verspricht sich Südzucker eine geringere Geruchsbildung. Außerdem sollen künftig Kompressoren zum Einsatz kommen, die "Sauerstoff von unten ins Becken eindüsen", wie Pistauer auf PZ-Nachfrage ausführte. Dies sei effizienter als der Einsatz der bisherigen Rotoren. Die dafür benötigten Pumpen finden Platz in einem neuen Betriebsgebäude.

Die bestehende Anlage werde teilweise zurückgebaut, könne aber weiterhin für die Einlagerung von "hochbelastetem Wasser" dienen. Rübenwaschwasser, das Kohlenstoffkomponenten, abgegeben von der Rübe, beinhaltet, sei unter dieser Wasserkategorie einzuordnen, gab der Referent zu verstehen.

Für das Projekt legte Pistauer einen straffen Zeitplan vor: Anfang Mai soll die Baufeldfreigabe erfolgen, im Juni kommen Gebläse, Pumpen und Rührwerke, Mitte August folgt voraussichtlich das Montageende der Kläranlage. "Wir wollen sie für die Kampagne 2017/18 nutzen", sagte der Betriebsleiter.(PNP vom 27.01.2017)