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Stillstand an der Ortsumgehung

"Die Planung und der Baubeginn des Stahlbogens sind inzwischen erheblich in Zeitverzug", bestätigt das Staatliche Bauamt Passau zum Bau der Ortsumgehung. Seit rund einem Jahr herrscht Stillstand an der Isar. Der Bau der 605 Meter langen Brücke bereitet Probleme. Eine Antwort auf die Frage, wie es nun weitergeht, liefert das Bauamt (noch) nicht. Ebenso wenig zeigt die Behörde Lösungswege auf. Doch eins ist gewiss: Die Kosten werden den gesetzten Rahmen sprengen.
2020? Bauamt nennt keinen neuen Termin"Derzeit werden mit der beauftragten Arbeitsgemeinschaft intensive Gespräche über die Wiederaufnahme der Bauarbeiten, die Zeitdauer und den Zeitpunkt der Fertigstellung geführt", ist der gestern versendeten Pressemitteilung zu entnehmen. Voraussichtlich bis Ende April werde sich entscheiden, wie es weitergeht. Das lässt Raum für Spekulationen. Auf PZ-Nachfrage erklärt Robert Wufka, Leiter des Bauamts, die zwei Möglichkeiten: Entweder wird der bestehende Vertrag erfüllt und die Brücke bald gebaut oder Bauamt und Auftragnehmer trennen sich. Danach müsste der Auftrag neu vergeben werden, was noch mehr Zeit verschlingt.
Wichtige Gespräche stehen bevor. Erst danach möchte Robert Wufka auf Zahlen und Zeiträume eingehen. "Alles andere wäre Spekulation."
Was eine Mitarbeiterin des Bauamts bereits im Juni 2017 der PZ mitgeteilt hat, hält die Behörde nun in der Pressemitteilung fest: "Der ursprünglich geplante Fertigstellungstermin der gesamten Ortsumgehung Ende 2019 wird nicht mehr eingehalten werden können." Auf das Jahr 2020 lässt sich Wufka nicht festnageln. Detailliertere Informationen dazu gibt’s frühestens Ende April.
Die Isarbrücke stellt laut Bauamt die Königsetappe der Ortsumgehung dar. Um im Radfahrerjargon zu bleiben: Hier erfolgte der Einbruch.
Das Bauwerk besteht baulich betrachtet aus drei Teilen. Die beidseitigen Vorlandbrücken mit Widerlager und Stützenreihen aus Beton werden seit Mitte 2016 errichtet, den dritten Teil bildet die 145 Meter lange Stahlbogenbrücke, welche die beiden Isarufer miteinander verbinden soll. Hier hakt’s.
"Hochkompliziertes Bauverfahren"Das Bauamt betont: "Mit der Lage im Überschwemmungsgebiet der Isar, das auch als hochwertiges Natur- und Vogelschutzgebiet eingestuft ist, und dem daraus resultierenden hochkomplizierten Bauverfahren auf kleinstem Raum ist die Herstellung der Brücke höchst anspruchsvoll." Die Stahlbogenbrücke werde in einem sogenannten Freivorbau von beiden Seiten der Isar gleichzeitig errichtet, bis sich die Brückenhälften in der Mitte des Flusses treffen. So lautet zumindest der Plan.
Im vergangenen Jahr kamen große Differenzen zwischen Planungsbüro und Bauunternehmen ans Licht. Die Zweifel an den statischen Berechnungen wuchsen. Das Staatliche Bauamt wechselte das Architektenbüro, welches das Projekt neu berechnete. Ob die Arbeitsgemeinschaft die Pläne nun umsetzt, liegt an den Verhandlungen.
Die Oberste Baubehörde in München sei mit den Problemen vertraut, ließ Robert Wufka wissen. Bei der Dimension dieser Baustelle sei dies selbstverständlich.
Arbeiten abseits der Isar werden fortgesetztLinks der Isar sollen abgesehen von der Brückenmisere andere Arbeiten fortgesetzt werden. Abgestimmt mit Südzucker werde heuer das letzte von fünf Kassetten- und Absetzbecken verlegt und fertiggestellt, heißt es vonseiten des Bauamts. Die Brücke über den Mühlbach ist seit 2013 fertig, ein zweites Bauwerk soll heuer folgen. Außerdem wird dem Bauamt zufolge in diesem Sommer zwischen den Absetzbecken noch der Straßenbau für die künftige Staatsstraße, etwa von der Globus-Kreuzung bis zur Isar, durchgeführt.(PNP vom 09.04.2018)