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Stadtrat stellt Bebauungsplan "Am Biberberg" an der Straubinger Straße auf

Wie der Entwurfsplan im Südwesten zeigt, will das Unternehmen Baywa demnächst eine Halle errichten. Den Bebauungsplan "Am Biberberg" hat der Stadtrat am Montagabend aufgestellt, jedoch werde der Plan wegen des trennenden Weges – zwischen dem gewerblich genutzten Bereich (links) und der Fläche, auf der einmal Wohnraum entstehen soll (rechts), abgeändert. −Grafik: Büro Dr. Schober

Mit seinem Vorentwurf für den Bebauungsplan "Am Biberberg" ist Landschaftsarchitekt Matthias Lochmahr vom Büro Dr. Schrober am Montagabend auf Ablehnung gestoßen. In seiner ersten Sitzung des Jahres stimmte der Stadtrat dem Entwurf nicht zu. Ausschlaggebend ist ein geplanter Weg mit Grünstreifen zwischen der östlichen und westlichen Fläche, die das knapp 21000 Quadratmeter große Areal an der Straubinger Straße bilden sollen. Dabei habe Lochmahr die vorausgegangene Empfehlung des Bau- und Umweltausschusses umgesetzt, betonte Hans Obermeier, Leiter der städtischen Bauverwaltung, auf Nachfrage der PZ.
Der Stadt gehört kein einziger Quadratmeter. Das Unternehmen Baywa plant, dort eine Lager- beziehungsweise Auslieferungshalle zu errichten, wie Obermeier wissen ließ. Es handle sich um nicht störendes Gewerbe. Grundeigentümer ist Stadtrat Gerhard Krampfl, der sich deswegen bei der Abstimmung enthielt. Die östliche Fläche, auf der dem vorgelegten Plan zufolge Einfamilien- und zum Teil Doppelhäuser entstehen sollen, gehört einem anderen Eigentümer, der bisweilen diesen Grund aber nicht abgeben möchte. Dazwischen soll sich ein Weg erstrecken, der den Stadtwerken als Leitungstrasse dienen könnte. Genau dieser rief unverständnisvolle Mienen im Saal hervor. Bis jetzt gehöre der Stadt kein einziger Quadratmeter, wie Bürgermeister Erich Schmid bestätigte, doch er gehe davon aus, dass in Zukunft ein Teil der Fläche an die Kommune übergehen werde. Dies sah die Mehrheit des Gremiums als Problem. Herbert Petrilak-Weissfeld (SPD) machte darauf aufmerksam, dass damit die Kommune private Ausgleichsflächen übernehmen würde.
"Sinnloser Weg" und "absurde Planung"Michael Weiß (CSU) hinterfragte den allgemeinen Sinn dieses Weges, Reinhard Leuschner (FWG) nannte den Weg "sinnlos" und befürchtete eine "unnötige Versiedelung". Auf Werner Zellners (FWG) Nachfrage erläuterte Architekt Lochmahr, dass der Weg mit seinen Grünstreifen komplett auf der Fläche, auf welche die Stadt noch keinen Zugriff habe, geplant sei. "Das ist absurd", polterte SPD-Fraktionsvorsitzender Georg Weiß.Den Bebauungsplan, der teilweise ein Mischgebiet sowie ein allgemeines Wohngebiet umfasst, stellte der Stadtrat dennoch auf, jedoch nicht in vorliegender Fassung. Laut Obermeier wird nun zügig an einem geänderten Plan gearbeitet, da die Baywa so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen wolle. (PNP vom 25.01.2017)