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Spatenstich für die Landkreisschulen

Plattling. Die Musikwahl von Tabea Weich, Sebastian Landes, Ludwig Wanninger und Peter Weigl hätte nicht passender sein können: "Sunny Day" spielten die vier Blasmusiker gestern Mittag, bevor Politiker, Schulleiterinnen und Unternehmensvertreter den ersten Spatenstich für den Bau des neuen Doppelschulgebäudes an der Werkstraße vornahmen. Die Fachakademie für Sozialpädagogik und die Berufsfachschule für Musik kommen künftig darin unter. Unter zehn Millionen Euro werde sich dieses Projekt nicht realisieren lassen, betonte Landrat Christian Bernreiter.

Der Spatenstich markierte dem Landrat zufolge dreie Phasen: "1. Die Entscheidungsphase ist nach Jahren des Überlegens beendet. 2. Die Planungsphase ist abgeschlossen. 3. Die Bauphase beginnt." Diese sei wegen des engen Zeitfensters durchaus ambitioniert. Der Bauzeitenplan sehe vor, dass die Baufirmen das Doppelschulgebäude vor Wintereinbruch Dach und Fenster eingebaut haben sollen. Nur so könne über die Wintermonate der Innenausbau vorangehen. Zum Jahresende 2018 soll das Gebäude bezugsfertig sein, sagte Bernreiter, der darauf hofft, noch vor Weihnachten Richtfest feiern zu können. Vorteil sei, dass während der Bauzeit der derzeitige Schulbetrieb nicht behindert werde. Dankesworte richtete er an die Stadt, die ein "altlastenfreies Grundstück zu einem fairen Preis" überlassen habe.
Arbeiten Hand in Hand zusammen: (v.l.) Landrat Christian Bernreiter, Standort-Bürgermeister Erich Schmid und Regierungspräsident Rainer Haselbeck.

Arbeiten Hand in Hand zusammen: (v.l.) Landrat Christian Bernreiter, Standort-Bürgermeister Erich Schmid und Regierungspräsident Rainer Haselbeck.

Regierungspräsident Rainer Haselbeck würdigte das Outfit von Landrat Bernreiter und Bürgermeister Erich Schmid. Beide trugen Anzug und – bei strahlendem Sonnenschein besonders wichtig – Sonnenbrille. Eine solche benötigen Besucher der Isarstadt, da der Himmel über dem Landkreis und der Stadt lache, sagte Haselbeck. Er nannte die Zusammenarbeit zwischen Kommune, Landkreis und Regierung von Niederbayern "erfolgreich". Viel Gehirnschmalz werde investiert, um gute Pläne zu entwickeln und diese dann auch – wie besprochen – umzusetzen. Der Regierungspräsident betonte, dass das Gebäude, das beide Schulen nutzen werden, ein Pilotprojekt darstelle. Er geht davon aus, dass dieses Pilotprojekt auch Schule machen werde. Weiter sprach er zwei Pfeiler des Freistaates Bayern an. Bayern sei Kultur- und Sozialstaat. Das Doppelschulgebäude in Plattling vereine diese beiden Aspekte.

Als künftiger Standort-Bürgermeister gratulierte Erich Schmid zur Entscheidung, das Gebäude im Plattlinger Nordpark zu errichten. Die meiste Freude bereite der Landkreis wohl den beiden Schulleiterinnen Elfriede-Maria Heining (Fachakademie für Sozialpädagogik) und Roswitha Artmeier (Berufsfachschule für Musik). Rund 4400 Quadratmeter stehen für den Neubau auf dem Gelände des Nordparks zur Verfügung. Fast zwei Millionen Euro habe die Stadt in die Hand genommen, um die insgesamt vier Hektar große Fläche von Munition aus dem Zweiten Weltkrieg und Altlasten zu befreien. Zum Nordpark gehören außerdem der Sportpark und der Gewerbepark. Im Wissenspark, in dem die Landkreis-Schulen künftig beheimatet sind, soll in Zusammenarbeit mit der TH Deggendorf ein Forschungszentrum für Mobilität angesiedelt werden, wie Ministerpräsident Horst Seehofer erst am Freitag verkündete. In anderthalb Jahren werde an diesem heute noch staubigen Platz eine "wunderschöne grüne Anlage" sein, versprach Schmid.
"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne""Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" – Hermann Hesse zitierend ging ElfriedeMaria Heining als Leiterin der Fachakademie für Sozialpädagogik auf die Planungsphase ein. In den neuen Räumen sollen die Studenten optimal für ihr Leben als Erzieher vorbereitet werden. "Der soziale Bereich wird immer wichtiger", betonte sie und beendete ihr Grußwort mit Psalm 127: "Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen."

"Ich dachte, ich träume", erzählte Roswitha Artmeier, Leiterin der Berufsfachschule für Musik, vom Tag, als sie von der Idee erfahren hatte. Dass die Angelegenheit 2015 noch das Prädikat "Top-Secret" trug, habe ihr als Frau zu schaffen gemacht. Ihre Wünsche seien in die Pläne eingeflossen. Insbesondere freue sie sich auf den multifunktionellen Raum, in dem unter anderem Prüfungskonzerte stattfinden können. Obwohl Musik die Herzen bewege, sei es wichtig, dass sie die Schüler der Fachakademie nicht störe. Artmeier zeigte sich davon überzeugt, dass die beauftragten Architekten und Baufirmen dieses Problem lösen, damit Schüler beider Einrichtungen unter einem Dach arbeiten können.

Ein passendes Lied, welches das konstruktive Miteinander ausdrückt, werden die Berufsfachschüler für Musik bis zur Eröffnung gewiss finden. (PNP vom 30.05.2017)