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Ortsteilversammlung Pankofen

Die Ringkofener Kreuzung, überhöhte Geschwindigkeiten im Dorf und der geplante dritte Autobahnanschluss: Eine übergeordnete Rolle hat der Straßenverkehr in der Pankofener Ortsteilversammlung am Donnerstagabend im Gasthaus Spitzenberger in Schiltorn eingenommen. Bürgermeister Erich Schmid informierte rund 40 Besucher.
Schmid ging auf den in unmittelbarer Nähe zum Industriegebiet geplanten dritten Anschluss zur Autobahn A92 ein. Der Planfeststellungsbeschluss werde wohl erst im Frühjahr 2019 gefasst. Wegen einer Einwendung ließ die Regierung von Niederbayern vor einigen Wochen nochmals eine Verkehrsbefragung im Raum Plattling durchführen. Einige können sich bestimmt an den unüblichen Zwischenstopp auf Höhe Globus erinnern. Die Baukosten übernehme großteils der Bund, erläuterte Schmid. "Einen kleinen Anteil von rund zehn Prozent" müssten sich die Kommunen Plattling, Stephansposching und Deggendorf teilen. Schmid zufolge wird der Bau insgesamt mindestens anderthalb Jahre dauern, da dort MD-Kanal und eine Hauptgasleitung verlaufen, die teilweise verlegt würden.
Der dritte Autobahnanschluss wirke sich auch direkt auf die Scheiblerstraße aus, für welche die Stadt heuer noch 25000 Euro ausgegeben hat, um Schäden auszubessern. Mit dem dritten Autobahnanschluss werde die Scheiblerstraße hochgestuft zur Kreisstraße. Daraus folge "eine größere Baumaßnahme mit dem Landkreis", erläuterte Schmid.
Unweit davon entfernt befindet sich der Unfallschwerpunkt Ringkofener Kreuzung: Nach etlichen schweren Unfällen und erschreckenden Videoaufzeichnungen, die belegen, dass einige Autofahrer sich und andere Menschen regelmäßig in Lebensgefahr bringen, ließ die Stadt Schwellen über die komplette Fahrbahnbreite anbringen. "Und es scheint zu funktionieren", berichtete Schmid, der sich kürzlich selbst ein Bild vom Verhalten der Autofahrer machte. Dazu erwähnte er die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf jeweils 50 Stundenkilometer sowie einen geplanten Sichtschutzzaun. In anderen Kommunen sei letztere Maßnahme erfolgreich, da Verkehrsteilnehmer wegen der dadurch unübersichtlicheren Situation vorsichtiger agieren, langsamer an die Kreuzung fahren – so der theoretische Ansatz.
Eine "herzliche Bitte" an die PankofenerEine "herzliche Bitte" richtete Schmid an die Pankofener, als er über die neue Dorfmitte sprach. Der Vorplatz vor dem ehemaligen Häring-Wirtshaus wurde inzwischen umgestaltet, lade zum Verweilen ein. In Schautafeln wolle die Stadt die Geschichte des Dorfes aufzeigen. Wer alte Flurkarten, Unterlagen, Schwarz-Weiß-Fotos von Höfen habe, könnte behilflich sein. "Da setze ich auf euch", betonte er. 210000 Euro habe der Umbau des Dorfplatzes gekostet, 100000 Euro stemmte die Stadt. Pankofens letzter Bürgermeister Georg Hackl lobte zwar, dass Geld für den Ortsteil in die Hand genommen wurde, kritisierte jedoch die Umsetzung. Mit dieser Meinung war er am Donnerstagabend nicht alleine, wie beipflichtendes Gemurmel in der Gaststube verriet. Der Fußgängerüberweg an dieser Stelle sei lebensgefährlich, hieß es sogar.
Weiter erläuterte der Bürgermeister Maßnahmen für die Binnenentwässerung Schiltorns. Die Stadt ließ vom Bauhof Gräben herstellen und Schächte bauen. Nur bis heute sei kein Lückenschluss erfolgt. Grundstücksverhandlungen laufen. Eine bessere Lösung wäre gewesen, im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen ein sogenanntes Hebewerk zu errichten. "Doch hier haben sie gespart", kritisierte Schmid das Wasserwirtschaftsamt.
Wie auch in Pielweichs wurden im Pankofener Bereich heuer einzelne Gräben abgemäht, insgesamt auf einer Länge von 7,7 Kilometern. Ebenso kommt’s in Altholz zum Streit zwischen Mensch und Biber. Eine Entscheidung, ob das Tier geschossen beziehungsweise gefangen werden darf, liege noch nicht vor. Das Landratsamt diesbezüglich "sehr zurückhaltend", merkte er an.
Dass zwei Taschenlampen 500 Euro kosten könnten, habe Bürgermeister Schmid nicht glauben können, bis er die Rechnung für die Neuanschaffungen der FF Pankofen sah. Insgesamt 6295 Euro erhielten die Kameraden, um sich heuer auszustatten. Neben den Lampen bekamen sie unter anderem drei Meldeempfänger, eine Akkusäbelsäge und Heckblitzer für einen Bootsanhänger. Bemerkenswert sei der Sonderbedarf für Kontingenteinsätze, darunter seien Schlafsäcke und Essensvorräte zu verstehen, welche die Feuerwehrler bei Katastropheneinsätzen benötigten. "Sowas gab’s früher nicht." Weiterhin machte Schmid darauf aufmerksam, dass die Pankofener Wehr heuer schon zu 41 Einsätzen ausrückte, davon einige gefährliche auf der Autobahn und im Industriegebiet.
Glasfaser bis ins Haus: Wer die sogenannte Grundstückseigentümererklärung nicht an die Telekom zurückgeschickt hat, habe die Chance auf einen kostenlosen Anschluss vertan, stellte Schmid beim nächsten Thema fest. Doch einem Zwischenruf zufolge seien einige Bewohner gar nicht angeschrieben worden. Die Stadt werde als Auftraggeber der Sache nachgehen. (PNP vom 10.11.2018)