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Nordpark III: Architektin präsentiert Vorentwurf – Kosten: 1,6 Millionen Euro

"Braucht’s des?!"

Nordpark III: Architektin präsentiert Vorentwurf – Kosten: 1,6 Millionen Euro

Für einen Vorentwurf hat Architektin Irene Burkhardt dem Stadtrat am Montagabend eine detaillierte Kostenschätzung überreicht. Bruttokosten von rund 1,6 Millionen Euro führte sie für die Freianlagen im Nordpark III vor. "Die Schätzung ist nicht ganz knapp, aber auch nicht zu üppig", erklärte Burkhardt. Wie Nachfragen der Stadträte ergaben, werden wohl einzelne Posten aus der Schätzung fallen. Das würde die Kosten senken.

Grabenaushub für Stromleitungen, Leuchten und Fundamente kosten der Berechnung zufolge 66640 Euro. Am Licht wird die Stadt ja wohl nicht sparen. Die Zahl der Bäume hingegen sah zweiter Bürgermeister Hans Schmalhofer kritischer. Burkhardt geht im Vorentwurf von 130 Stück aus, die rund 90000 Euro verschlingen würden – ohne Herstellungskosten für Baumgruben und weitere Maßnahmen.

Hopfenbuche, Sanddorn oder JudasbaumDie Liste an Möglichkeiten scheint unendlich: vom violett blühenden Judasbaum über Hopfenbuche bis hin zu Sanddornbüschen reichten die Beispiele der Architektin. "Pflegeleicht" sollten die Pflanzen sein, stellte Schmalhofer mit Blick auf den Stadtsäckel fest. Ob ein Gedenkort im Bezug auf den Bombenangriff 1945 wirklich 35700 Euro in Anspruch nehmen muss, ist zu bezweifeln. Gerhard Polt würde wohl sagen: "Braucht’s des!?" Einen bemerkenswerten Teil der Kosten nimmt der Eidechsenwall im Süden, in der Nähe der Bahngleise, ein. Etwa 124000 Euro veranschlagt die Architektin für den 1,50 Meter hohen Hügel.

Georg Weiß, SPD-Fraktionsvorsitzender, pochte darauf, die bereits im Bebauungsplan vorgesehenen Wege zu nutzen, da der Unterbodenbau dafür bereits zum Großteil erfolgt sei – um den Preis eben nicht in die Höhe zu treiben.

Weg von den einzelnen Kostenpunkten − hin zum Gesamtbild: Die Gestaltung des Nordparks werde fortgesetzt, im Süden grenzt ein Zaun den Park von den Bahngleisen ab. Ebenso vorgesehen sind 33 Stellplätze im Westen des Geländes. Dass der Landkreis nicht mehr Parkplätze für Schüler und Lehrer der Berufsfachschulen baut, kritisierte der Stadtrat erneut. So sorgt Plattling dafür. Bei Bedarf lasse sich dieser – ohne großen Aufwand – um rund 30 weitere Plätze erweitern.

Stichwort Parkplätze: Mit einem Parkdeck im Anschluss an den Eisernen Steg, der über die Bahngleise führt, richtete Architektin Burkhardt auch einen Blick in die Zukunft. Ein dreistöckiges Parkdeck mit Platz für 190 Autos sei dort unter Umständen möglich. Diese Idee ist aber nicht Teil des Vorentwurfs, sondern nur eine Anregung.

Nachdem Irene Burkhardt die angesprochenen Stellen überschlagsmäßig gestrichen beziehungsweise nach unten korrigiert hatte, sprach sie von Kosten pro Quadratmeter von etwa 40 Euro. Dies sei im Vergleich zu anderen Parks eine geringer Wert. (PNP vom 06.12.2017)