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Mit Elektro-Magnetik in den Untergrund

Ein sonderbar anmutendes Gerät mit zwei roten Metallrahmen auf zwei Rädern, schiebt ein Helfer in Schutzweste derzeit ganz langsam über die einzelnen, mit pinkfarbenen Linien abmarkierten Rasterfelder im Nordpark I. Ab und zu bleibt er stehen, nennt nach einem Blick auf ein kleines Display Zahlen, die Jens Wittman in eine Tabelle einträgt. Der Diplom-Geologe kann daran bereits erkennen, ob sich im Erdreich "verdächtiges" Material befindet. Dazu gibt es akustische Signale, die ihn im Verdachtsfalle sofort aufhorchen lassen.

Was aus der Entfernung aussieht wie ein überdimensionaler alter Kinderwagen, ist ein ausgeklügeltes TDEM-System: Die Abkürzung steht für time domain electro-magnetics – Zeitbereichs-Elektro-Magnetik. Es ist eine weltweit anerkannte Methode, um zerstörungsfrei Metalle oder Kampfmittel im Untergrund zu orten.

Jens Wittmann erklärt das "aktive System": Es wird im unteren Spulenrahmen ein Magnetfeld aufgebaut. Dieses regt in metallischen Objekten Wirbelströme an, die wiederum ein Magnetfeld aufbauen das im zweiten Schritt gemessen werden kann. Die Signaleingänge werden in verschiedenen Kanälen "geplottet" und in einem kleinen Computer aufgezeichnet. Je nachdem, wie stark die Signale sind, und wie lange sie brauchen, zurückzukommen, erlauben sie ein Abschätzen der Tiefe, in der sie liegen. Bis zu vier Meter und mehr reichen die Signale. (PNP vom 10.09.2015)