Seiteninterne Navigation

Freie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband Bayern

Navigation

 

Aktuelles

Seiteninhalt

Millionenprojekt Rathausumbau

Mit dem Abbruch angrenzender Gebäude an der Landauer Straße will der Stadtrat noch in diesem Jahr das Millionenprojekt Rathausumbau- und Erweiterung angreifen. Julian Söllner, Architekt und Inhaber von DP Architekten Greßmann Söllner Partnerschaften mbB, Planerin Melanie Götz und Landschaftsarchitektin Petra Kellhuber stellten die bis ins Jahr 2022 reichenden Pläne in der Stadtratssitzung am Montag vor. Die Verwaltung hält sich bezüglich der Kosten – wie bereits bei der Außengestaltung des Michaeli-Kindergartens – noch bedeckt. "Noch vor Weihnachten wollen wir den Abriss schaffen", sagt Josef Hofmeister, Geschäftsleiter der Stadt, auf Nachfrage zum zeitlichen Ablauf. Die komplette Maßnahme ist in vier grobe Bauabschnitte zu unterteilen.
Platz für den Erweiterungsbau Bauabschnitt I: In Kürze sollen die Arbeiten für den Abriss der Gebäude Landauer Straße 2 und 4 sowie des alten Hausmeisterhauses und der Garagen im Innenbereich ausgeschrieben werden. Findet sich eine geeignete Firma, könnten die Gebäude in wenigen Wochen abgebrochen sein. Dann klafft eine Lücke zwischen dem bestehenden Rathaus und dem Anwesen Landauer Straße 6, in dem der Pizza-Heimservice Milano angesiedelt ist.
Bauabschnitt II: Nach dem Abbruch folgt der Neubau des Erweiterungsgebäudes. Julian Söllner spricht von einem Zeitrahmen zwischen Anfang 2019 und Ende 2020. Im Erdgeschoss kommen Einwohnermeldeamt und das Trauzimmer unter, im ersten Obergeschoss erhalten die Parteien Platz für Fraktionszimmer. Weiterhin sind Räume für die Kämmerei samt Kassenbereich vorgesehen. Das zweite Obergeschoss teilen sich dem Plan zufolge EDV, Personalrat und das technische Bauamt. Neben der Technik ist im dritten Obergeschoss ein Zimmer mit Doppelfunktion vorgesehen: einerseits als Sozialraum, andererseits könne er als Sitzungssaal für verschiedene Ausschüsse dienen.
Lange Fensterreihen an der Landauer StraßeWährend der späteren Übergangsphase, in der das bestehende Rathaus umgebaut werden soll, finden darin auch die Stadtratssitzungen statt. Die Außenfassade ist geprägt von langen Fensterreihen, die helle Räume bieten. "Die Gestaltung ist zu vergleichen mit dem Landratsamt in Regensburg", erklärt Hofmeister.
Bauabschnitt III: Im gleichen Zeitraum steht der Neubau eines Veranstaltungslagers an, das Organisatoren und Künstler bei Konzerten und anderen Aufführungen am Magdalenenplatz nutzen. Stichwort: Nibelungenfestspiel. Dieses Gebäude wird unter anderem mit Toiletten, Duschen, Garderoben- und Lagerräumen bestückt. Hier greift die Städtebauförderung, ebenso wie bei der Umgestaltung des dann öffentlichen Platzes am Rathaus. Kellhuber erläutert hierzu das Konzept mit mehreren Bäumen, Sträuchern, Bänken und dem bestehenden, aber zu sanierenden Brunnen. Es gebe auch Platz für ein neues Kunstwerk. Fünf Parkplätze werden in diesem Bereich entstehen.
Bauabschnitt IV: Der Umbau des Bestandsgebäudes – angepeilt vom ersten Quartal 2021 bis Ende 2022 – rundet die gesamte Maßnahme ab. Geplant ist, im Erdgeschoss Sozial- und Ordnungsamt unterzubringen. Außerdem wird das Kultur- und Tourismusamt vom Bürgerspital ins Rathaus ziehen. In welchem Umfang die Stadt sanieren lässt, entscheidet der Stadtrat zu gegebener Zeit. Sitzungssaal sowie das Bürgermeisterzimmer bleiben wie bisher im ersten Stock, im zweiten findet das Bauverwaltungsamt Platz. Die Technik und Lagerräume sollen im dritten Obergeschoss eingerichtet werden. An der Außenfassade sei ebenso nachzuarbeiten, um Beispiel sieht der Plan größere Fenster zum Preysingplatz hin vor.
Architekt plant Zeitpuffer für Verzögerungen einDer Stadtrat erteilte das einstimmige Einvernehmen zu den weitreichenden Plänen. Bis sie tatsächlich umgesetzt werden, steht unter anderem noch eine Kommunalwahl an. Einzig Max Thoma (CSU) zeigte sich vom Zeitrahmen, der bis ins Jahr 2022 reicht, "erschrocken", wie er sagte. Architekt Julian Söllner entgegnete aber, dass er zeitliche Puffer eingeplant habe. Seine Erfahrungen hätten bisher gezeigt, dass es bei Großprojekten mit öffentlichen Ausschreibungen immer wieder zu Verzögerungen komme. "Wir haben aber natürlich höchstes Interesse an einer schnellen Umsetzung", schob er nach dieser ehrlichen Einschätzung nach. (27.09.2018)