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Markise oder Glasdach für Bürgerspital-Innenhof ?

Der Gedanke, den Innenhof des Bürgerspitals flexibel zu überdachen, um ihn relativ unabhängig vom Wetter nutzen zu können oder zumindest trockenen Fußes vom Saal zum Gartenhaus zu gelangen, bewegt die Stadträte seit Jahren. Am Wie jedoch scheiden sich die Geister. Schirme? Markisen? Glasdach? Oder eine Kombination aus allem?

Mehrmals schon war das Thema auf der Tagesordnung des Bauausschusses, fast immer wurde es nichtöffentlich besprochen. Mehrere Vorschläge hatte Architekt Hans Gollwitzer vorgelegt. Mehrmals wurde der Auftrag gegeben, den Entwurf weiterzuentwickeln – um dann doch wieder einen neuen anzufordern. Nun wird erneut eine Markisenlösung verfolgt.

Bürgermeister Erich Schmid liebäugelte von Anfang an mit Markisen. Damit könnte schnell und einfach der gesamte Hof überdacht werden. Architekt Hans Gollwitzer hingegen favorisiert ein Glasdach, das wie ein Laubengang an allen drei Seiten des Innenhofs Schutz bietet. In der Gestaltung angelehnt an den Glasanbau des Saals. Wenn es fertig ist, so der Gedanke des Architekten, solle es so aussehen, als ob es nie anders gewesen sei. Die tiefergelegte Mitte des so entstehenden Atriums könnte bei Bedarf mit großen Schirmen bedacht werden.

Vom Gartenhaus (rechts) aus soll die Markise in zwei Bahnen ausgezogen werden können. Der Architekt möchte sie aus gestalterischen Gründen lieber an der Gartenmauer (oben) montiert sehen. Die Farbgestaltung soll laut Bürgermeister hell sein, auf jeden Fall "passend" gewählt werden. − Fotos: Hahne

Vom Gartenhaus (rechts) aus soll die Markise in zwei Bahnen ausgezogen werden können. Der Architekt möchte sie aus gestalterischen Gründen lieber an der Gartenmauer (oben) montiert sehen. Die Farbgestaltung soll laut Bürgermeister hell sein, auf jeden Fall "passend" gewählt werden. − Fotos: Hahne

Genau das aber gefällt dem Bürgermeister nicht. "Ich sehe es unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit", sagte er dazu gegenüber der PZ. Wenn jedesmal der Bauhof für die Schirme bemüht werden müsste, "dann rentiert sich das nicht." Zudem stellt er sich die Frage: "Wohin mit dem Wasser bei Regen?" Außerdem würde seiner Meinung nach die Gründung (Fundamente) dem Innenhof seine Großzügigkeit nehmen. Das Dach habe mehrere Aufgaben zu erfüllen.

"Ich respektiere den Bürgermeister", betonte Gollwitzer. Obwohl er das Urheberrecht an seiner architektonischen Leistung hat – nach seinen Entwürfen ist in den 1980er Jahren das Bürgerspital aus den Brandruinen wieder auferstanden – will er keine Konfrontation. Und daher erarbeitete er mehrere Entwürfe, neben den mit dem Laubengang auch den, für Markisen, die sich in zwei Bahnen vom Gartenhaus zum Hauptgebäude ausziehen lassen. Eine Entscheidung soll noch heuer fallen.

Analog zum Glasanbau am Saal (links) könnten auch die übrigen drei Seiten des Bürgerspital-Innenhofs (auch die Nordseite) eine Überdachung aus Glas erhalten. Die Mitte des "Atriums" bleibt offen und könnte, so die Vorstellung des Architekten, bei Bedarf mit großen Schirmen bedacht werden.

Analog zum Glasanbau am Saal (links) könnten auch die übrigen drei Seiten des Bürgerspital-Innenhofs (auch die Nordseite) eine Überdachung aus Glas erhalten. Die Mitte des "Atriums" bleibt offen und könnte, so die Vorstellung des Architekten, bei Bedarf mit großen Schirmen bedacht werden.

(PNP vom 14.10.2015)