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Kreuzung wird "weniger übersichtlich"

Zu Unfällen kommt es an der Kreuzung Höhenrain-Ringkofen/Gottlieb-Daimler-Straße immer wieder. Trotz Stoppzeichen und Auffräsungen für Autofahrer, die sich der Kreuzung jeweils von Höhenrain und Ringkofen nähern. Ein Sichtschutzzaun (kleines Bild) soll Autofahrer zwingen, sich der Kreuzung vorsichtig und aufmerksam zu nähern. − Fotos: Ertel/Beilharz GmbH

Sirenen heulten am Freitag gegen 13.30 Uhr in der Innenstadt. Die Freiwillige Feuerwehr Plattling, die Polizei und Rettungskräfte eilten mit Blaulicht zu einem Unfall an der Ringkofener Kreuzung.

Ein 31-jähriger Plattlinger wollte mit seinem Pkw die Kreuzung aus Richtung Höhenrain überqueren. Dabei stieß er mit dem Wohnmobil eines vorfahrtsberechtigten 52-jährigen Plattlingers zusammen, der auf der Gottlieb-Daimler-Straße stadteinwärts fuhr. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Wohnmobil einige Meter weit geschleudert und beschädigte die Lichtzeichenanlage der Bahn. Glück im Unglück hatten beide Fahrer: Der Unfallverursacher wurde nur leicht, der Wohnmobilfahrer gar nicht verletzt. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf 55000 Euro.

Erst am Vortag hatte der Plattlinger Verkehrsausschuss noch Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit an der Kreuzung diskutiert. Der "lang gehegte Wunsch" und die "oft diskutierten" Veränderungen sollten "so schnell wie möglich" umgesetzt werden, erklärte der zweite Bürgermeister Hans Schmalhofer (CSU) am Donnerstagnachmittag. Um Unfälle wie den gestrigen Zusammenstoß zu vermeiden, will die Stadt Sichtschutzzäune aufstellen. Das beschlossen die Stadträte einstimmig. Die Maßnahme soll in denUmsetzung "soschnell wie möglich" Haushalt 2017 eingeplant werden. Stadtbaumeister Roland Pfauntsch ist bereits mit den zuständigen Stellen des Landkreises im Gespräch, um die bauliche Ausführung und die Kosten zu klären. Mit der Bahn folgen ebenfalls Absprachen. Schließlich kreuzt auch ein Bahngleis beide Straßen.

Schnurgerade ziehen sich die Straßen zur Kreuzung hin. Von allen Seiten kommend sind sie für die Verkehrsteilnehmer weit einsehbar – trügerisch. "Die Autofahrer fühlen sich zu sicher", findet Schmalhofer. Die bisherigen Maßnahmen wie Auffräsungen, die Fahrzeuglenker von Höhenrain und Ringkofen kommend auf die Stoppschilder vor der Kreuzung mit der vorfahrtsberechtigten Gottlieb-Daimler-Straße aufmerksam machen sollen, "werden oft umfahren", fügte er hinzu.

Hauptursache für die Unfallproblematik ist für die Polizei-Inspektion Plattling die "weite Sicht". Das erklärten die Polizeibeamten in der Stellungnahme, die Bernhard Waltl, Sachgebietsleiter des Ordnungs-, Gewerbe- und Sozialamtes, in der Sitzung verlas. Die Gefahr der Kreuzung werde unterschätzt. Zudem schmälere die Überschaubarkeit die Akzeptanz des Stoppschildes. Einen Zaun, der die Sicht auf die kreuzenden Straßen einschränkt, erachten die Beamten als "durchaus sinnvoll." Er zwinge die Autofahrer, sich der Kreuzung vorsichtig und aufmerksam zu nähern.

Glück im Unglück hatten die beiden Pkw Fahrer, die in den Unfall am Freitag verwickelt waren. Der 31-jährige Unfallverursacher wurde nur leicht verletzt. Der 52-jährige Fahrer des Wohnmobils blieb unverletzt. An den Fahrzeugen entstand Totalschaden, auch die Lichtsignalanlage der Bahn an der Ringkofener Straße wurde beschädigt. − Fotos: Ertel

Glück im Unglück hatten die beiden Pkw Fahrer, die in den Unfall am Freitag verwickelt waren. Der 31-jährige Unfallverursacher wurde nur leicht verletzt. Der 52-jährige Fahrer des Wohnmobils blieb unverletzt. An den Fahrzeugen entstand Totalschaden, auch die Lichtsignalanlage der Bahn an der Ringkofener Straße wurde beschädigt. − Fotos: Ertel

Betonleitwänden sollen Blendschutz-Lamellen aufgesetzt werden – auf bis zu 70 Metern jeweils an der Nordseite aus Richtung Ringkofen und an der Südseite aus Richtung Höhenrain, erklärte Schmalhofer. Jedoch "nicht kürzer als 50 Meter", riet Polizeihauptkommissar Klaus Stieglbauer, den der zweite Bürgermeister in der Sitzung um seine Einschätzung gebeten hatte.

Ob schon ein Angebot vorliege, wie teuer der Sichtschutzzaun werde, wollte Reinhard Leuschner (FWG) wissen. Genaue Angaben machte Schmalhofer nicht: "Der finanzielle Rahmen ist tragbar und wurde auch schon im Finanzausschuss besprochen." Auch, dass es "genung Platz" zur Aufstellung der Sichtschutzwende gebe, entgegnete Schmalhofer auf die Frage von Georg Weiß (SPD). Ein Korridor von zwei Metern stehe für den Bau zur Verfügung.

Viel wurde in früheren Verkehrsausschussitzungen darüber diskutiert, die bestehende Verkehrsampel an der Ringkofener Kreuzung auszuweiten. Theoretisch sei das möglich, erklärte Stadtbaumeister Roland Pfauntsch dem Gremium am Donnerstag. Praktisch seien die Kosten, die er auf 150000 bis 200000 Euro schätzt, jedoch zu hoch. Denn bei einer Querung von Bahntrasse und Straße sind die Sicherheitsanforderungen deutlich höher als bei einer normalen Straßenkreuzung. So sind beispielsweise die längeren Bremswege eines Zuges zu beachten. (PNP vom 21.1.2017)