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Internet bis in den letzten Winkel

Schnelles Internet in Bayern" – mit dieser Initiative will das Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat jeden Bürger mit einer Datengeschwindigkeit von 30 Mbit pro Sekunde (Mbit/s) versorgen. Dafür wurde bereits ein Förderprogramm aufgelegt, die Stadt Plattling hat es genutzt. Nun stehen weitere Fördergelder zur Verfügung, um auch abgelegene Häuser mit einem schnelleren Internet als bisher zu versorgen. Auch hier schlägt Plattling zu. Der Stadtrat hat dies in seiner Sitzung am Montagabend beschlossen.
Karl Kolbinger von der Firma Corwese erläuterte die Ergebnisse der Markterkundung. Diese ergab unter anderem, dass verschiedene Netzbetreiber – dazu zählen Vodafone, Telekom, R-Kom und Amplus – bestimmte Gebiete ohnehin mit 30 Mbit/s abdecken wollen. Vereinzelte Grundstücke benötigen nach Absprache mit den Eigentümern und Nutzern gar keinen Glasfaseranschluss. Wie Stadtwerke-Leiter Stefan Kopp berichtete, habe er mit den Vereinsvorsitzenden gesprochen. Die Schäferhundesportler zum Beispiel verzichten darauf. Schließlich sind mit der Internetnutzung auch stets monatliche Kosten sowie eine langfristige Vertragsbindung verbunden.
Schnelles Internet soll künftig auch abrufbar sein in folgenden Bereichen: südlich des Gewerbegebietes Sanierung, in Pankofen-Bahnhof südlich der Bahnlinie, an der Skateranlage im Nordpark, an der Pankofener Dorfstraße, an der Dr.-Walter-Bruch-Straße, auf Grundstücken an der Scheiblerstraße sowie auf einem Anwesen an der Enzkofener Mühlenstraße und an der Isarwelle. Zum letzten Punkt ergänzte Bürgermeister Erich Schmid, dass bei Großveranstaltungen wie der Kanu-Freestyle-WM stets Livestreams in die ganze Welt hinausgestrahlt würden. Dafür benötigen die Kanuten eine hohe Datentransferleistung.
Kolbinger sagte, der Fördersatz, mit dem Plattling kalkulieren könne, liege bei rund 77,5 Prozent. Damit habe die Stadt für die ausgewählten Maßnahmen einen Eigenanteil von 54000 Euro aufzubringen. Den Rest der Kosten – 186000 Euro – übernimmt der Freistaat. Der Beschluss dazu erfolgte einstimmig. Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte sich der Stadtrat grundsätzlich dafür ausgesprochen.

HINTERGRUND Schnelles Internet und mindestens eine Datenleistung von 30 Mbit/s (im Download) werden dem Bürger versprochen. Doch welche Geschwindigkeit benötigt dieser eigentlich?
Wer E-Mails liest, sich zum Beispiel auf www.pnp.de über aktuelle Nachrichten informiert, vielleicht auch online einkauft, benötigt gewiss keine 30 Mbit/s. Dies ist auch bei einer geringeren Bandbreite möglich.
Wer Videos streamt, braucht aber eine höhere Leistung. 30 Mbit/s sollten dafür reichen, sind sich Anbieter und Vergleichsportale ziemlich einig – auch in 4K-Qualität, die ein besonders scharfes Bild verspricht. Für Internetfernsehen wird teilweise auch eine höhere Leistung empfohlen.
Wichtig: Nutzen mehrere Personen über einen Anschluss das Internet, wird die Leistung aufgeteilt. Werden also über mehrere Geräte verschiedene Filme oder Videos gesehen, reichen unter Umständen auch 30 Mbit/s nicht. Spätestens dann sollte man sich die Frage stellen: Mehr Geld für eine höhere Leistung ausgeben – falls dies überhaupt möglich ist – oder doch lieber auf der Couch gemeinsam einen Streifen schauen? (PNP vom 08.03.2018)