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Grünes Licht für den Mühlbachpark

Das Gesamtpaket zum Ausbau des bestehenden Weges am Mühlbachpark zur Deichpromenade mit Bewegungsparcours und neuer Brücke zum Freibad ist nun endgültig geschnürt. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Montag Abend einstimmig grünes Licht für das Projekt gegeben. Geklärt wurden dabei auch die Fragen, welche Brücke zukünftig zum Freibad hinüber führen und wie das Promenadenende bei der B8 gestaltet werden soll. Der Bauantrag für den Mühlbachpark und der Förderantrag bei der Regierung von Niederbayern können nun gestellt werden.
Sichtlich erleichtert und zufrieden mit dem Ergebnis der Stadtratssitzung waren Bauverwaltungsleiter Hans Obermeier und Bürgermeister Erich Schmid. Schließlich konnten auch die zwei noch strittigen Punkte einstimmig auf den Weg gebracht werden.
Stahlbrücke hat die meisten VorteileZunächst stellte Ingenieur Stefan Hentschinski den Stadträten die möglichen Varianten der Freibadbrücke vor. Eine dauerhafte Konstruktion mit geringen Instandhaltungskosten, dazu attraktiv und billig solle die Brücke sein – so der Auftrag des Stadtrats an das Planungsbüro Fritsche.
Positiv zunächst, dass die Widerlager der bestehenden Fußgängerbrücke nach Auskunft von Stefan Hentschinski fähig sind, auch die drei Meter breite zukünftige Brücke zu tragen. In seiner Präsentation stellte Hentschinski dann drei Materialvarianten für die Brücke vor: Aluminium, Holz und Stahl.
Beim Aluminium sei der Vorteil, so Hentschinski, dass das Material leicht und dauerhaft sei. Allerdings seien Brücken aus Aluminium meist System-brücken und würden daher eher einen Industriecharme versprühen. Beim Holz liege das Problem dagegen bei den hohen Instandhaltungskosten und der Schwierigkeit mit der Dauerhaftigkeit an einem feuchten Standort.Die Empfehlung von Stefan Hentschinski an die Stadträte, der diese dann auch geschlossen folgten, war deshalb: Eine Stahlbrücke mit einem beschichteten Stahlblech als Gehwegbelag. "Wir sind hier am Wasser, deshalb ist Stahl genau richtig", war Bürgermeister Erich Schmid überzeugt. Auf die Frage von Max Thoma, ob auch hiesige Firmen den Bau leisten könnten, antwortete Hentschinski mit einem klaren "Ja".
Als Geländer wurde schließlich eine Stahlnetz-Konstruktion gewählt, ähnlich wie bei der zur Landesgartenschau entstandenen Fußgängerbrücke in Deggendorf. Der Handlauf soll in Plattling allerdings aus Holz sein, damit Passanten sich dort angenehm auflehnen können, wenn sie ins Wasser schauen wollen.
Beim Freibad ist auch ein Holzdeck mit Zugang zum Mühlbach geplant. Die Wassertiefe wird hier aber nur maximal 40 Zentimeter betragen, wie Landschaftsarchitekt Tobias Nowak den Stadträten erklärte. Erreicht werden soll das durch Hilfsaufschüttungen.
Der von Nowak ursprünglich einmal angedachte, groß angelegte Aufenthaltsbereich beim Zugang zur Promenade von der B8 sei zu aufwendig und nicht verhältnismäßig, wie der Landschaftsarchitekt meinte. Das habe sich bei den Bodenuntersuchungen herausgestellt. Eine Gründung sei in diesem Bereich äußerst schwierig.
Letztendlich wird deshalb nun auch keine kleinere Variante realisiert, sondern die Stadträte stimmten für einen völligen Verzicht auf eine Bastion. Ein Umlaufgitter, durch das man sich schlängeln muss, Betonpflaster und ein "Aufmerksamkeitsfeld" mit Noppenplatten wird diesen sensiblen Bereich jedoch besonders für Radfahrer kennzeichnen.
Der weitere Zeitplan für den Mühlbachpark sieht nun so aus, dass möglichst im März nächsten Jahres mit der Umsetzung der Baumaßnahme begonnen werden kann. "Damit sollte auch die Freibadsaison gut gesichert sein", meinte Tobias Nowak besonders mit Blick auf die neue Brücke.
Viel zu langsam geht das ganze Projekt dagegen Stadtrat Georg Weiß. "Wenn wir in dem Tempo weitermachen, dann wird das nichts mehr." Außerdem befürchtet der SPD-Politiker, dass sich die Gesamtkosten von einer Millionen Euro am Ende auf 1,4 bis 1,5 Millionen Euro steigern könnten. "Ich bin sehr gespannt, wie das ausgeht", so Weiß. (PNP vom 28.06.2017)

Die Skizze für den Freibadbereich zeigt das dort geplante Holzdeck, das einen direkten und ungefährlichen Zugang zum Mühlbach ermöglicht. Das Wasser wird hier nur max. 40 Zentimeter hoch sein.