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Erfreulich, völlig unglaublich, zufrieden - Wahlnachlese der Parteien

Während die CSU in der Zweitstimmen-Wertung im Vergleich zur Landtagswahl 2013 rund zehn Prozentpunkte verloren hat, halten die Freien Wähler ihr Ergebnis: 2013 entfielen auf sie 18,93 Prozent, diesen Sonntag waren es 18,95 Prozent – deutlich über dem bayerischen Wert. Dr. Georg Meiski verzeichnete als Direktkandidat ein leichtes Plus von 7,00 auf 8,07 Prozent. Deutlich unter dem Landesdurchschnitt findet sich aber die SPD bei 6,52 Prozent wieder (2013: 12,41). Dr. Bernd Vilsmeier sank im Vergleich zum damaligen Kandidaten Ewald Straßer (10,76) ab auf 4,85 Prozent.

Die PZ hat sich mit den Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat über das Wahlverhalten der Plattlinger unterhalten.

Astner: "Sollten den Schwung mitnehmen"Karl-Heinz Astner spricht auf Landesebene von einem "erfreulichen Ergebnis für die Freien Wähler", die damit regierungsfähig seien. Er geht davon aus, dass die Koalition mit der CSU zustande kommt. Dr. Georg Meiski habe einen "tollen Einsatz" gebracht, mehr als die 8,07 Prozent hätte sich Astner in Plattling dennoch erhofft. Bernd Sibler (CSU) sei bei den Direktkandidaten eben ein "sehr starker Konkurrent".Der hohe Zweitstimmenwert sei schön, aber "nicht übertragbar auf die nächsten Kommunalwahlen". Die 18,95 Prozent der Plattlinger Wähler – immerhin 1081 Stimmen – seien auch als eine Bestätigung für die Arbeit, welche die Freien Wähler vor Ort leisten würden, zu sehen. "Wir haben einen großen Schwung, den sollten wir mitnehmen", sagt Astner, der sich innerhalb der CSU – auf allen Ebenen – ein Umdenken wünscht.


Weiß kritisiert das politisches Gebaren in Berlin. Im Feuerwehrhaus Pankofen haben genau sieben Wähler – Briefwähler nicht berücksichtigt – ihre Zweitstimme den Sozialdemokraten zu gesprochen. Georg Weiß nennt den SPD-Absturz auf gesamter Linie "völlig unglaublich", die SPD sei im kompletten Freistaat geradezu abgeschafft worden. Deshalb sei es auch nicht die Schuld von Spitzenkandidatin Natascha Kohnen oder des örtlichen Direktkandidaten Dr. Bernd Vilsmeier. Die Maaßen-Farce habe der SPD viele Sympathiepunkte gekostet, sagt Weiß und blickt auf das politische Verhalten von Andrea Nahles in der Bundeshauptstadt. "Gegen diesen Trend kann auch der Beste nicht bestehen." Der langjährige Kommunalpolitiker Weiß stellt im Gespräch mit der PZ wertfrei fest, dass die Flüchtlingswelle 2015 Deutschland verändert habe. "Viele kommen damit nicht zurecht." Während die SPD sich Anstand und Menschlichkeit bewahrt habe, versuchte die CSU seiner Meinung nach am rechten Rand zu partizipieren. Der SPD-Ortsverein Plattling brauche sich keine Vorwürfe machen, unterstreicht er. Dieser historischen Niederlage würden gewiss keine lokalen Entscheidungen zugrunde liegen.


Schmid ist von Grünen-Plus erschrocken"Wir können zufrieden sein", sagt Markus Schmid angesichts der desaströsen Prognosen im Vorfeld der Landtagswahl. "Bernd Sibler hat ein ganz gutes Ergebnis eingefahren", betont der CSU-Fraktionsvorsitzende. Sibler sei auch zu verdanken, dass Katrin Ebner-Steiner und die AfD keine extrem hohen Werte erhielten, so wie noch bei der Bundestagswahl 2017. Insgesamt sieht Schmid in bundespolitischen Themen den Grund für den sinkenden CSU-Zuspruch im Freistaat und auch in Plattling.
"Mich erschreckt die Zustimmung für die Grünen", sagt er außerdem. Die Vorhaben der Umweltpartei, die in Plattling immerhin 7,64 der Zweitstimmen erhalten hat, sind seiner Meinung nach nicht bis zum Ende durchgedacht, zum Beispiel bei der Forderung nach deutlich höheren Benzinpreisen.
Auswirkungen auf die Kommunalwahlen im Frühjahr 2020 befürchtet Schmid nicht. "Da handelt es sich um eine richtige Persönlichkeitswahl", unterstreicht er und setzt auf die Projekte, die in der Isarstadt unter der Führung der Christsozialen umgesetzt wurden und werden. (PNP vom 16.10.2018)