Seiteninterne Navigation

Freie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband Bayern

Navigation

 

Aktuelles

Seiteninhalt

Ein Traum für Häuslebauer

Es gibt wohl nur wenige Themen, die Bürger dazu bewegen, sich über eine Stunde schweigend in den Rathaussaal zu setzen, um zunächst Vorträge und Diskussionen zu hören, die sie eigentlich gar nicht interessieren. Das an der Ringkofener Straße geplante Wohngebiet "Am Frohnauer Weiher" gehört zu diesen Themen. So verfolgten einige bauwillige Besucher die Stadtratssitzung am Montagabend, in der das Gremium dem Vorentwurf, vorgestellt von Landschaftsarchitekt Dr. Hans-Michael Schober aus Freising, zustimmte.
Dank des Erwerbs dieser vergleichsweise großen Fläche hat die Stadt die Chance, zeitnah Bauparzellen zu verkaufen. Der Plan sieht derzeit 59 Einfamilienhäuser sowie zwei mehrstöckige Mehrfamilienhäuser vor. Es sei aber auch möglich, Doppelhäuser zu bauen, erklärte Schober, der zur Erschließung des Gebiets zwei Zufahrten empfiehlt. Sogar Dreispänner seien möglich, wobei Kämmerer Harald Kappl den Bedarf solcher in Plattling bestritt. Die Parzellengrößen reichen laut Schober von rund 380 bis zu 550 Quadratmetern.
Anschluss zum Isar Park ist vielleicht möglichEin Grünkorridor, in dem auch Spielgeräte aufgestellt werden können, trennt den nördlichen vom südlichen Teil des Gebiets räumlich, verbunden sind die Häuserreihen durch drei Nord-Süd- und zwei Ost-West-Straßen. Ein Wendehammer ist ebenso vorgesehen wie ein fußläufiger Anschluss zum nördlich gelegenen Ziegeleiring. Ob im Süden ein weiterer Weg in Richtung Isar Park geschaffen werden kann, hänge von den Eigentumsverhältnissen ab, wie Geschäftsleiter Josef Hofmeister auf Nachfrage von Herbert Petrilak-Weissfeld (SPD) feststellte. Ein Trampelpfad sei vorhanden, hieß es.
Bauamtsleiter Hans Obermeier erklärte, dass nach der Einholung verschiedener Gutachten bereits 2019 die ersten Häuser gebaut werden könnten. Max Thoma (CSU) sprach sich dafür aus, den Bauwerbern so viele Freiheiten wie möglich zu lassen. Gewisse Einschränkungen seien dennoch zu beachten, bremste zweiter Bürgermeister Hans Schmalhofer, der Erich Schmid seit Montag vertritt. Der erste Bürgermeister unterzog sich wie im vergangenen Jahr bereits einer Knie-Operation und befindet sich deswegen mehrere Wochen im Krankenstand.
Dass der Verkehr auf der Ringkofener Straße auch künftig problematisch sein wird, verdeutlichten mehrere Stadträte. Zumal sich im neuen Wohngebiet wohl viele Familien mit Kindern ansiedeln wollen. Reinhard Leuschner (FW) forderte, eine eigene Bushaltestelle zu installieren, was durchwegs befürwortet wurde. FW-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Astner unterstrich: "Die Ringkofener Straße muss entschärft werden." Als Anwohner wisse er, wovon er spreche. Einige Autofahrer brettern mit 100 statt 50 Stundenkilometern in Richtung Industriegebiet. An der anschließenden Kreuzung scheppere es zwei Mal im Jahr wegen der zu schnellen Fahrweise, welcher die Stadt bisher nicht Herr werden konnte. Der Stadtrat kann nun vielleicht zwei Probleme mit einer Maßnahme lösen.
Entschärft ein Kreisel die Ringkofener Straße?Doch welche dies sein wird, ist offen: Werner Zellner (FW) schlug zum Beispiel vor, einen Mini-Kreisverkehr an einer Zufahrt zum neuen Baugebiet zu errichten. Hans Obermeier stellte klar, dass verkehrsregelnde Maßnahmen eine Folge dieser Planung seien. Der Verkehrsausschuss soll das Thema erörtern, im Vorentwurf für den Bebauungsplan finden die Ideen zunächst aber keine Berücksichtigung – außer die Maßgabe, eine neue Bushaltestelle einzuplanen. Mit dem Wohngebiet rücke außerdem das Ortsschild weiter stadtauswärts.
Georg Weiß, SPD-Fraktionsvorsitzender, forderte weiterhin, die Wohneinheiten einer Parzelle zu beschränken, um baulichen Auswüchsen vorzubeugen.
Einstimmig votierte der Stadtrat für den Vorentwurf. Die Verwaltung wurde beauftragt, die nun erforderliche Öffentlichkeits- sowie die Fachstellenbeteiligung durchzuführen. Damit erlangt die Stadt baldmöglichst Planungsreife. Mit welchen Preisen Interessierte zu rechnen haben, ist laut Schmalhofer noch ungeklärt. Die Verwaltung werde über die weiteren Schritte informieren. (PNP vom 25.10.2017)

 

Weitere 50 Bauparzellen plant die Isar-Generalbau-GmbH an der Dr.-Zacher-Straße

 

Etwa 50 Wohnungen sollen an der Dr.-Zacher-Straße entstehen. Die Flächen sind bekannt als "Hiergeist-Grundstücke". Planer Rudolf Holzapfel vom Unternehmen Planwerk Pro aus Viechtach stellte das überarbeitete Planungskonzept in der Stadtratssitzung am Montagabend vor. Das Gremium gab einstimmig grünes Licht für die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes.
Das Konzept umfasst insgesamt fünf neue Gebäude, vier davon erhalten drei Vollgeschosse und ein Dachgeschoss. In drei Bauabschnitten werde das Projekt verwirklicht, erklärte Holzapfel. Der vereinbarte Stellplatzschlüssel werde dank zweier Tiefgaragen sowie weiteren Parkplätzen eingehalten. Ebenso sind Grünflächen und Gemeinschaftsplätze mit Spielgeräten vorgesehen. Mit einer Zufahrt wird der "modern gestaltete" Komplex, der auch an die Landauer Straße grenzt, erschlossen. Die Wohnungen sollen Flächen zwischen 30 und 120 Quadratmetern aufweisen.
Georg Weiß, SPD-Fraktionsvorsitzender, verglich den Bau der Wohnungen mit einem "Bypass für die Innenstadt". Auf Nachfrage von Michael Weiß (CSU) erläuterte der Architekt außerdem, dass Eigentums- und Mietwohnungen geplant seien. Bauherr sei die Isar-Generalbau-GmbH aus München, mit der Plattling bisher noch keine Erfahrungen gemacht habe, wie die PZ erfuhr.
Mit dem Beschluss gab der Stadtrat den Startschuss für das Projekt. Der Bau- und Umweltausschuss hatte sich damit bereits Ende September beschäftigt. Die Verwaltung ist nun damit beauftragt, einen städtebaulichen Vertrag abzuschließen. (PNP vom 25.10.2017)