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Breitbandausbau – 1,1 Millionen Euro fließen in die Modernisierung des Außengebiets

In den gelben Bereichen wird aktuell gebuddelt, um neue Glasfaserleitungen zu installieren. Weitere Ortsteile haben schon schnelleres Internet oder können mit weniger Aufwand umgerüstet werden.

Für die einen ist es Neuland, für die anderen Luxus und wieder andere sind davon abhängig: Die Rede ist vom schnellen Internet. Während der Breitbandausbau in Bayern noch schleppend voranschreitet, sollen spätestens bis Ende Oktober große Teile des Plattlinger Außengebiets mit Glasfaser- oder sogenannten VDSL-Leitungen versorgt werden. Auch Bürger, die fernab vom Stadtkern wohnen, sollen dann mit bis zu 100 MBit pro Sekunde im Netz surfen können. Wie und wo genau das funktionieren soll, darüber herrscht bei vielen Ungewissheit. Bei einer Bürgersprechstunde, zu der die Deutsche Telekom gestern ins Bürgerspital eingeladen hatte, suchten einige Antworten.
Eine Dreiviertelstunde lang sah es so aus, als würde Service-Techniker Christian Nirschl allein im Saal sitzen bleiben. "Normalerweise bin ich sehr gefragt", scherzte er. Schließlich bekam Nirschl doch noch zu tun, als mit Heinz Hamperl der erste Fragensteller am kleinen Besprechungstisch Platz nahm. Der ehemalige Pankofener Feuerwehrkommandant aus Rohr kam gleich auf den Punkt: "Ich hab’ ganz schlechtes Internet." Schon im Frühjahr hätte ein Bauunternehmen einen Verteilerkasten für die neuen Leitungen in der Ortschaft installiert, seitdem sei nichts weiter passiert. "Wird das heuer noch was?" Christian Nirschl rief auf seinem Laptop eine Karte auf und erklärte: Es sollte nicht mehr lange dauern, bis das schnelle Internet auch in Rohr Einzug hält. Dort werden schon bald Glasfaserkabel eine verbesserte Datenübertragungsrate bis an Hamperls Haus liefern.
Auch die Karte von Josef Hofmeister, Geschäftsleiter der Stadt, und Markus Altmann vom technischen Bauamt, zeigt, dass Rohr ebenso wie die Bereiche rund um Höhenrain, Ringkofen und entlang der Straubinger Straße im "gelben Bereich" liegen. Dort wird aktuell gegraben, um Verteilerkästen und Glasfaserkabel zu installieren. "Wir schauen natürlich, dass die Straßen so wenig wie möglich aufgerissen werden", erklärte Altmann, der für die Stadt die nötigen Baumaßnahmen begleitet.
Eine Pankofenerin, die nicht namentlich in der Zeitung genannt werden möchte, machte sich Hoffnungen, dass auch sie bald Musikvideos ohne Ruckeln anschauen könne. Doch da musste Christian Nirschl sie enttäuschen: Im Bahnhofsbereich könne die Telekom keine neuen Leitungen verlegen, da ein anderer Anbieter dort zuständig sei. Auch Josef Hofmeister gibt zu: "In einzelnen Bereichen haben wir noch Nachholbedarf." Die Stadt bemühe sich jedoch, möglichst flächendeckend Anschlussmöglichkeiten zu finden.
Karl Janker bemängelte gestern die "dürftige Aufklärung der Bürger". "Ich habe versucht, mich selbst auf der Internetseite der Stadt schlau zu machen, aber das war nicht ganz durchsichtig", kritisierte er. Er wollte konkret wissen, bis wann welche Leitungen bei ihm in der Tabertshausener Straße verlegt werden. Laut Nirschl ist dort, wie im Großteil des Stadtkerns, ein VDSL-Ausbau vorgesehen. Dabei werde ebenfalls Glasfaser verlegt, jedoch nur bis zum nächsten Verteilerkasten. Eine Kupferleitung übernehme die restlichen Meter bis zum Haus des Kunden.
Der Breitbandausbau ist teuer: Rund 1,1 Millionen Euro kosten die Modernisierungsmaßnahmen allein in den Plattlinger Außengebieten. Da einen Teil der Kosten Telekom übernimmt und auch der Freistaat Fördergelder bereitstellt, beläuft sich der kommunale Anteil noch auf rund 300000 Euro. Die Kosten für den Breitbandausbau im Stadtkern übernehme der Konzern komplett alleine. Aber Hofmeister könne nicht abschätzen, bis wann dort alle Bereiche mit schnellem Internet versorgt werden. "Das hat die Telekom in der Hand."
Obwohl das Unternehmen natürlich so viele Neukunden wie möglich gewinnen möchte, müssten die Bürger nicht zwingend zur Telekom wechseln. "Andere Anbieter können unsere Technik anmieten", erläuterte Christian Nirschl. Karl Janker ist etwas anderes wichtiger. "Ich bin froh, dass tatsächlich etwas voran geht." (PNP vom 3.10.2017)