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25 Meter hoher Mobilfunkmast wird an der Autobahn gebaut

Plattling. Die Bauarbeiten für den 25 Meter hohen Mobilfunkmasten in der Nähe der Autobahnabfahrt Plattling-Nord haben gestern begonnen. Dies teilte die Deutsche Telekom mit, die damit das Mobilfunknetz des Unternehmens ergänzen möchte. "Unser LTE-Ausbau in Deutschland schafft die technologische Grundlage für eine moderne, digitale Gesellschaft. Davon profitiert heute auch Plattling", sagt Walter Goldenits, Geschäftsführer des Technologie-Bereichs der Telekom. Doch der Masten beziehungsweise der Standort ist umstritten.
"Immer mehr Menschen sind gleichzeitig im Netz unterwegs. Sie tauschen Fotos und Videos oder arbeiten mobil. Deshalb erhöhen wir ständig Geschwindigkeit und Kapazität in unserem Netz", erklärt Goldenits in der Pressemitteilung. Ziel sei es, die Versorgungen entlang der Bundesautobahn zu verbessern.
Die Deutsche Funkturm baut im Auftrag der Telekom den Masten. "Plattling bekommt einen modernen und zukunftsfähigen Mobilfunkstandort", betont deren Geschäftsführer Bruno Jacobfeuerborn. Die notwendigen Genehmigungen liegen ihm zufolge vor.
Dazu gibt es eine pikante Vorgeschichte: In der Sitzung des Plattlinger Bau- und Umweltausschusses im Februar 2017 wollte ein Mitarbeiter der Deutschen Funkturm GmbH das Projekt vorstellen. Doch weil Bürgermeister Erich Schmid fehlende Unterlagen beklagte, schob das Stadtoberhaupt den Antrag kurzerhand auf. Der Referent verließ unverrichteter Dinge das Rathaus. Im Mai 2017 lag der Antrag erneut vor. Ausschuss und Verwaltung schlugen Alternativen vor, doch die Autobahndirektion Südbayern spielte nicht mit. Pankofener Bürger hatten derweil Unterschriften gegen das Aufstellen des Mastens gesammelt. Schmid drohte, den damaligen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt einzuschalten. März 2018: Gesagt, getan – doch Dobrindt schlug sich nicht auf die Seite Plattlings. Wie Bauverwaltungsleiter Eugen Grimm schon zu diesem Zeitpunkt sagte, werde das Landratsamtes ein kommunales Nein nicht akzeptieren und die Genehmigung für das "privilegierte Bauvorhaben" erteilen. Grimm sollte recht behalten. Denn "um wie geplant die Mobilfunkversorgung in diesem Bereich zu verbessern, muss der Standort an einer funktechnisch geeigneten Stelle aufgebaut werden. Das ist hier der Fall", verdeutlicht Benedikt Albers von der Deutschen Funkturm GmbH auf PZ-Nachfrage.
Bereits Ende des Jahres soll der Masten in Betrieb gehen, heißt es weiter in der Pressemitteilung der Telekom. Zu Bürgern, die sich zum Beispiel wegen Strahlung unsicher fühlen, sagt Albers: "Aktuell betreibt die DFMG Deutsche Funkturm GmbH in Deutschland mehr als 28000 Funkstandorte. Jeder dieser Standorte und jeder neu geplante Standort unterliegt einer Genehmigungspflicht der Bundesnetzagentur. Das deutsche Genehmigungsverfahren für den Mobilfunk ist weltweit eine der umfassendsten Methoden zum Schutz vor elektromagnetischen Feldern."
Mit dem LTE-Ausbau schließe die Telekom Lücken im Mobilfunk und erhöhe die Bandbreiten. Schon heute können dem Unternehmen zufolge 97,5 Prozent der Bevölkerung das LTE-Netz der Telekom nutzen. Bis 2019 werde dieser Anteil auf 98 Prozent wachsen. Die Telekom werde die Zahl ihrer Mobilfunk-Standorte in Deutschland von 27000 im Jahr 2017 auf 36000 in 2021 erhöhen.
Dazu baue und betreibe die Deutsche Funkturm (DFMG) deutschlandweit Mobilfunkstandorte, die auf die regionalen Bedürfnisse zugeschnitten seien: von den großen Fernsehtürmen über Mobilfunkmasten und Dachstandorte bis hin zu Kleinfunkzellen, so genannten Small Cells. "Dieser Ausbau ist ein wichtiger Baustein für das künftige 5G-Netz", ist der Pressemitteilung außerdem zu entnehmen. 5G sei der Standard für Kommunikation in der Zukunft. Er kombiniere Festnetz und Mobilfunk. − (PNP vom 26.09.2018)