Seiteninterne Navigation

Freie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband Bayern

Navigation

 

Aktuelles

Seiteninhalt

Unterstützerkreis für Volksbegehren gegründet

"Gute Bildung geht jeden was an", so die Freien Wähler. Sie rufen die Bürger und auch Kommunalpolitiker auf, am Volksbegehren teilzunehmen. Für den Bezirk Niederbayern begleitet es der FW-Bundes- und Landesvorsitzende MdL Hubert Aiwanger (2. v.r.). Die Organisation für den Landkreis hat Sigrid Grabmeier (4.v.l.) übernommen. Der gastgebende FW-Ortsverband Plattling war u.a. mit seinen Vorsitzenden Stefan Fisch (5.v.r.) und Heidi Koschollek (3.v.r.) vertreten. − Foto: Bachmeier

Plattling. Eine vernünftige Struktur für das Abitur fordern die Freien Wähler. In Plattling wurde nun ein Unterstützungskreis gegründet, um das Volksbegehren für ein verbessertes neunjähriges Gymnasium (G9) voranzubringen. Die entsprechenden Listen liegen vom 3. bis 16. Juli in den Rathäusern auf. Die Organisation der Unterstützung hat im Landkreis Sigrid Grabmeier übernommen. Sie begrüßte daher am Donnerstag im Hotel zur Isar bei der Gründungsversammlung neben einigen Kommunalpolitikern auch den Bundes- und Landesvorsitzenden der Freien Wähler, MdL Hubert Aiwanger.

Mit den in allen Landkreisen des Freistaats gegründeten Bewegungen wollen die Freien Wähler dem Volksbegehren mehr Nachdruck verleihen sowie die Bürger aufklärend zur Teilnahme bewegen. Den Bezirk Niederbayern übernahm federführend Hubert Aiwanger. Dieser betonte, dass es nicht unbedingt zum Volksentscheid kommen müsse. Die Freien Wähler wollen aber die Staatsregierung dazu bringen, ein besseres Konzept für das Gymnasium auf den Weg zu bringen, das eine Weiterentwicklung des früheren G9 sei, verbunden mit einer freien Entscheidungswahl der Schulforen aller 350 bayerischen Gymnasien für ein achtjähriges oder neunjähriges Abitur.

Das achtjährige Gymnasium (G8) sei nicht für alle Schüler gut, denn Bildung brauche Zeit, so Aiwanger. Der Landtagsabgeordnete erinnerte daran, als vor sieben Jahren im Landtag zum ersten Mal über das G8 nachgedacht wurde. Zuerst war nur geplant, den Gymnasien und Schülern zum bewährten G9 zusätzlich als Wahl einen verkürzten G8 Abi-Weg anzubieten. Doch der damalige Ministerpräsident Edmund Stoiber machte den sofortigen Schnitt. Dass dabei aber der Faktor Mensch nicht berücksichtigt wurde, bedauert Aiwanger und er warnt: "Wenn wir alle jetzt nicht die Notbremse ziehen, dann wird erst so richtig Schaden angerichtet".

Aiwanger sieht das G8 als Auslaufmodell, kann sich aber vorstellen, dass es an so manchen Gymnasien mit Ganztagsunterricht Anklang finden könnte. In seinen Augen sei es jedoch ein Unsinn die Schüler, die beim G8 "Turboabitur" nicht mithalten können, auf das G9 umzurüsten. Er ist sicher, dass die überwiegende Mehrheit der Gymnasien, Schüler und deren Eltern wieder das G9 wählen werden.

Abitur nichtkaputt machenDie G8-Schüler durch Kürzungen des Lehrstoffes zu entlasten, sollten Gedankenspiele bleiben, forderte Aiwanger. Er prangerte auch den heute schon in manchen Schulen gewählten Weg von milderen Zensuren an. So werde das Abitur nur kaputt gemacht. Vielmehr sei die Frage, ob Jugendliche mit 17 Jahren schon die gewisse gesellschaftliche Reife für das Abitur haben. Viele Fakultäten sprechen heute schon von einer Überforderung der noch zu jungen Studierenden. Immer öfter werde heute schon nach dem zweiten Semester das Handtuch geworfen. Das seien, so Aiwanger, vor allem in den technisch und künstlerischen Studiengängen schon fast 50 Prozent der Studenten. Das helfe weder den jungen Menschen, noch der Wirtschaft, die verantwortungsvolle und top ausgebildete Führungskräften fordere.

Für das Abitur müsse in Deutschland jeder Schüler, egal ob G8 oder G 9, insgesamt 9400 Stunden die Schulbank drücken. Im Vergleich zu den EU- Nachbarländern, wo die Schüler 11500 Stunden bis zur Abiturprüfung büffeln, sei dies eigentlich bescheiden, ergänzte Plattlings Stadtrat Reinhard Leuschner die Diskussion. − geb (pnp.de vom 16.06.2014)