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Spundung für Pielweichs und "Notventil"

Plattling. "Wissenswertes" hatte der Kreisverband des Bayerischen Bauernverbandes in seiner Einladung zur Radltour entlang des geplanten Ersatzfließgewässers an der Stützkraftstufe Plattling angekündigt. Raus gekommen ist deutlich mehr. Der stellvertretende Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Landshut, Bernhard Eichner, hatte Neuigkeiten: So wird, um Pielweichs vor einer dauerhaften Erhöhung des Grundwasserspiegels zu schützen, der Damm von der Stützkraftstufe weg flussaufwärts bis fast nach Kleinweichs gespundet werden. Zudem wird eine Pegelhöchstgrenze, quasi ein "Notventil", an der Kleinweichser Brücke über den Laillinger Bach festgelegt, bei deren Erreichen die Wasserzufuhr in das Ersatzfließgewässer bei Hochwasser auf das Normalmaß gedrosselt werden soll. Zudem, so Eichner, könne man damit rechnen, dass das Planfeststellungsverfahren, an dem seit sechs Jahren gearbeitet wird, nun "schneller kommt, als mancher denkt". Er zeigte sich allerdings offen, auf konkrete Vorschläge hin, auch weitere Beweissicherungsverfahren außer der bisher geplanten Grundwasserpegel-Beobachtung aufzunehmen.

An der über zweistündigen Radltour nahmen am Freitag auch der stellvertretende Landrat Josef Färber, Otzings Bürgermeister Johannes Schmid, Plattlings 2. Bürgermeister Hans Schmalhofer, Stadtwerke-Leiter Stefan Kopp und der Bund Naturschutz-Kreisvorsitzende Georg Kestel teil. Insgesamt weit über 20 Radler machten sich mit dem stv. Bauernverbands-Kreisvorsitzenden Joseph Waas und Bernhard Eichner vom Wasserwirtschaftsamt auf den Weg.

Dabei erzählte Eichner, dass bei die Staustufenbrücke, durch die später sowohl das Ersatzfließgewässer als auch der Abfanggraben fließen müssen, auch beim 100-jährlichen Hochwasser noch ein Freibord von 1,50 Meter haben werde. Unverändert soll sich die Wassermenge im Ersatzfließgewässer zwischen sechs Kubikmeter pro Sekunde im Regelfall, 9,2 Kubikmeter pro Sekunde beim zehnjährlichen Hochwasser und 13,7 Kubikmeter beim 100-jährlichen Hochwasser bewegen. Innerhalb des Auwalds wird möglichst naturschonend ein Wirtschaftsweg angelegt werden. Die Wassermengen werden dynamisch durch den Pegelstand der Isar geregelt. Einzige Ausnahme: Wird künftig an der Auwaldgrenze bei Kleinweichs ein bestimmter, noch festzulegender, Pegelstand erreicht, dann würde der Auslauf auf die Regelmenge von sechs Kubikmeter pro Sekunde gedrosselt. "Und wer soll das tun?", fragten Landwirte. Antwort: Die E.ON-Steuerstelle, die rund um die Uhr besetzt ist.Im Bett des Längenmühlbachs soll ab der Schmid-Mühle künftig das Ersatzfließgewässer durch den Auwald verlaufen. Statt drei Kubikmeter, wie bisher, sollen es im Normalfall sechs Kubikmeter Wasser pro Sekunde sein. Der bisherige Längenmühlbach wird am Rande des Auwalds künftig den Abfanggraben bilden.

Eichner betonte auch, dass es dabei bleibe, dass außerhalb des Auwaldes keine Verschlechterung des jetzigen Zustandes eintreten werde. Dies hätten auch die Berechnungen ergeben, die im Zusammenhang mit der geplanten Spundung des Dammes von der Stützkraftstufe Pielweichs bis fast nach Kleinweichs, gemacht wurden. Diese Spundung wird, so Eichner, verhindern, dass die Grundwasserpegel in Richtung Pielweichs dauerhaft steigen. − kk (PNP vom 7.7.2014)