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20 Parkplätze für 120 erwachsene Schüler

In unmittelbarer Nähe zu den Backsteingebäuden im Norden des Bahnhofs errichtet der Landkreis das Gebäude für die Berufsfachschule für Musik und die Fachakademie für Sozialpädagogik. Dass nur 20 Parkplätze für über 120 Schüler und Lehrer eingeplant sind, kritisiert der Plattlinger Stadtrat. Möglichkeiten, weitere Parkplätze kostengünstig zu bauen, seien vorhanden. "Die Farbgebung ist noch nicht beschlossen", informierte Rudolf Hahn, als er das Konzept vorstellte. −Grafik: Büro Brunner-Gollwitzer

Das Konzept für den Neubau der Berufsfachschule für Musik und der Fachakademie für Sozialpädagogik überzeugt den Plattlinger Stadtrat. Im Bereich des ehemaligen Lokschuppens, an der Werkstraße, wird der Landkreis das 9,3-Millionen-Projekt verwirklichen. Doch einen Kritikpunkt hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Montag angemerkt: Die 20 geplanten Parkplätze, die Sachgebietsleiter Rudolf Hahn nannte, seien zu wenig und führen dem Gremium zufolge zu Parkproblemen im angrenzenden Wohngebiet.
Der Baubeginn für die Doppelschule ist im Mai geplant, der 31. Dezember 2018 stellt laut Hahn die Deadline dar. So lange läuft der Vertrag für die Räume in der Schulstraße, in denen derzeit die Berufsfachschule für Musik beheimatet ist. Hahn betonte, das Grundstück im Norden des Bahnhofs sei eine Win-win-Situation − eine solch hervorragende verkehrstechnische Anbindung gebe es kein zweites Mal im gesamten Landkreis.
Bahnt sich Streit mit Anwohnern an? Obwohl in unmittelbarer Nähe der Bahnhof gelegen ist, werden die erwachsenen Schüler großteils mit dem Auto fahren. Dies könnte sich zum Streitpunkt entwickeln.
Der Landkreis beruft sich auf die Bauordnung, nach deren Vorgaben 20 Parkplätze zu bauen sind. Die beiden Bildungseinrichtungen sind aber für insgesamt rund 120 Schüler, plus Lehrer, ausgerichtet. "Freiwillige Leistungen erbringt der Landkreis nicht", stellte Hahn fest. Die Stadt habe günstige und nahe gelegene Flächen angeboten, äußerte Bürgermeister Erich Schmid. Die Lösung mit 20 Parkplätzen sei für Plattling "unbefriedigend". Der Stadtrat bat, dieses Anliegen im Bau- und Umweltausschuss des Kreistags vorzubringen. Parteiübergreifend forderten die Stadträte dies, weil sie Konflikte mit Anwohnern befürchten. Der Kommune steht es aber frei, selbst Parkplätze zu planen.
Hahn nahm den Wunsch an, ließ aber wenig Hoffnung auf Erfolg durchblicken. Weiter erläuterte er den Plan des Architektenbüros Brunner-Gollwitzer. Diesem zufolge besteht das Gebäude grob aus zwei Teilen, um die Klänge, welche die Musikschüler ihren Instrumenten entlocken unter Kontrolle zu haben. Die Musik dürfe den Betrieb der Fachakademie für Sozialpädagogik nicht stören. Dafür sorgen besonders hohe Räume, schiefe Wände und eine mechanische Lüftungsanlage für einzelne Zimmer.
Lehrer beider Schulen teilen sich ein Zimmer. Der Teil der Berufsfachschule für Musik wird zweigeschossig, der Teil der Fachakademie nur eingeschossig. Auch einen Keller, der 20 Prozent der Grundfläche einnimmt, plant der Landkreis. Eine unter vielen Besonderheiten: Die Lehrer beider Schulen teilen sich ein Lehrerzimmer. Während der musikalische Bereich durch eine kleinteilige Aufteilung geprägt ist, dominieren multifunktionelle Unterrichtslandschaften den anderen Teil. In der Mitte des Gebäudes bekommen die Schüler einen gemeinsamen Innenhof mit Campus-Charakter. Das flache Gründach leistet laut Hahn einen ökologischen Beitrag und ist durch eine dreilagige Bitumenbahn mit Leckortungssystem dicht. Modernste Technik, die der Landkreis verbaue sei zum einen positiv anzumerken, andererseits bringen sie höhere Folgekosten mit sich. "Wir werden in Zukunft nur noch einen Elektroniker als Hausmeister einstellen können", erläuterte der Sachgebietsleiter. Chip-Eingänge, Lüftungssystem und weitere technische Details erfordern Fachkenntnisse, in die sich zum Beispiel ein Maler oder ein Schlosser nur schwer hineinarbeiten könne. (PNP vom 25.01.2017)