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Zweigleisiger Ausbau Plattling-München: Wenig Details

Es soll keiner sagen können, dass er sich nicht informiert fühlt: Seit gestern ist das Projektinfomationssystem (PRINS) zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 im Internet online. Die gute Nachricht: Der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke zwischen Plattling und Landshut ist nicht in der „Vorrunde“ ausgeschieden, sondern als „potenzieller Bedarf“ noch im Rennen. Die schlechte Nachricht: Wer sich die Projektdetails ansieht, merkt, dass sich das Bundesverkehrsministerium noch kaum mit dem Wunsch des zweigleisigen Ausbaus beschäftigt hat. Denn wer das Projektdossier „2-035-V01“ anklickt, ist ernüchtert. Es findet sich die Info, dass es kein länderübergreifendes Projekt ist, sondern ein bayerisches, und das drei Bundeswahlkreise betroffen sind. Zudem ist die Projektbegründung aufgeführt: „Die eingleisige Strecke zwischen Landshut und Plattling dient neben dem Schienenpersonennahverkehr (SPNV) insbesondere dem Schienengüterverkehr (SGV). Sie bindet dabei mehrere Industriestandorte wie unter anderem auch das BWM-Werk in Dingolfing an das Schienennetz an. Aufgrund der im Bezugsfall 2030 unterstellten Ausweitung der Bedienungshäufigkeit im SPNV bei gleichbleibend hohem Niveau des SGV entsteht eine Überlastung. Zur Kapazitätserhöhung und erleichterten Abwicklung des SGV ist daher der zweigleisige Ausbau zwischen Landshut und Plattling vorgesehen. Dieser verbessert dazu die Betriebsqualität und die Fahrzeiten im überregionalen SPNV zwischen München und Passau.“ Immerhin: Weit über 100 Schienenprojekte wurden vom Bundesverkehrsministerium schon vorab abgeschmettert: „In Grobbewertung ausgeschieden“ heißt es bei diesen. Zumindest dieses Schicksal scheint dem zweigleisigen Ausbau erspart geblieben zu sein. Doch um Projekte, die im vordringlichen Bedarf sind, hat sich des Bundesverkehrsministerium ganz anders gekümmert. Bei diesen gibt es nicht nur die Übersicht, die Grunddaten und die Lage der Trasse, nein, bei diesen Projekten wurden Alternativenprüfung, Verkehrsbelastungen im Bezugs- und Planfall, zentrale verkehrliche/physikalische Wirkungen, Nutzen-Kosten-Analyse, umwelt- und naturschutzfachliche Beurteilung und eine raumordnerische Beurteilungdurchgeführt und ergänzende Betrachtungen angestellt. Wann dies für den zweigleisigen Ausbau zwischen Plattling und Landshut erfolgen soll, ist unklar. Ob die Aufnahme in den potenziellen Bedarf zumindest Auswirkungen auf die Brückenbauten in den kommenden Jahren haben wird, will die Bahn, wie ein Sprecher erklärte, in den nächsten Wochen abklären. Ob ein massiver Nutzerprotest gegen diese niedrige Priorisierung etwas bewirken kann, ist unbekannt. Zumindest wäre er aber möglich. Denn unter der Internetseite www.bvwp2030.de findet sich das Stellungnahme-Formular, mit dem sich in den nächsten Wochen jedermann mit seiner Meinung zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans einbringen kann. Unabhängig davon hat die DB Regio gestern einige Verbesserungen beim Betrieb des Donau-Isar-Express vorgestellt (PNP vom 22.03.2016)