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Wie zweite Welle der Industrialisierung

Insgesamt 45 Kilometer Glasfaserkabel werden nächstes Jahr von der Telekom in den Außenbereichen verlegt. Bei der Vertragsunterzeichnung zwischen Telekom und Stadt herrschte darüber gestern Nachmittag große Freude bei (v.l.) Wilhelm Köckeis, Verwaltungsleiter Josef Hofmeister, Bürgermeister Erich Schmid, Markus Münch, Karl Kolbinger und Stadtwerkeleiter Stefan Kopp. − Foto: Hahne

Schnelles Surfen im Internet wird immer wichtiger, nicht nur in Betrieben, auch im Privaten. "Bandbreite ist heute so wichtig wie Gas, Wasser und Strom", betont Bürgermeister Erich Schmid zum Ausbau des Netzes, den er als "zweite Welle der Industrialiserung" bezeichnet. "Wenn man da nicht dabei ist, verliert man." Die Stadt Plattling ist dabei: Gestern wurden im Rathaus die Verträge mit der Telekom unterzeichnet. Sie hat die öffentliche Ausschreibung für den durch den Freistaat geförderten Netzausbau gewonnen.

Im Mai vergangenen Jahres ist die Stadt in das Förderverfahren des Freistaats für die Breitbandversorgung eingestiegen, hat, beraten durch Karl Kolbinger vom Netzwerk Corwese, die Markterkundung durchgeführt. Nachdem die Telekom angekündigt hatte, bis Ende 2017 im Stadtgebiet einen eigenwirtschaftlichen Ausbau ohne kommunale Kostenbeteiligung zu realisieren, wurde für das festgelegte Erschließungsgebiet im Außenbereich die Ausschreibung für das Förderverfahren festgelegt. Dieses hat nun die Telekom gewonnen. So können nach Aussage von Markus Münch, Regio Manager der Telekom Deutschland GmbH, bis Ende nächstes Jahres 769 Haushalte mit mindestens 30 MBit/s – in den meisten jedoch schon mit 50 MBit/s – surfen.

Es werde im kommenden Frühjahr damit begonnen, die insgesamt 45 Kilometer Glasfaserkabel und Mikrorohre zu verlegen sowie sieben Multifunktionsgehäuse (MFG), die "Minivermittlungsstellen" aufzustellen und mit der neusten Technik auszustatten. Die Telekom verlegt in den förderfähigen Erschließungsgebieten Glasfaserkabel bis an die MFG, dort werden die Daten auf die Kupferkabel verteilt. Für 165 Gebäude in vereinzelten Lagen wurde eine Sonderlösung vereinbart: Hier werde die Glasfaser bis in die Häuser gezogen, die Eigentümer werden von der Telekom direkt kontaktiert.

Auf rund 1,2 Millionen Euro werden die Kosten für die Baumaßnahme geschätzt. Die Deckungslücke der Telekom wurde mit 728893 Euro angegeben. Vergangene Woche erhielt die Stadt Plattling den Bewilligungsbescheid des Freistaats über die Förderung von 437335 Euro. Die Stadt bezahlt somit 291558 Euro an Eigenmitteln für den Internetausbau: Das sei es ihr "wert, den Bürger ans Netz zu bringen", sagte Schmid.

Er sieht die positiven Auswirkungen für die Stadt, die sich so "einen digitalen Standortvorteil sichert und als Wohn- und Arbeitsplatz noch attraktiver" werde. Er dankte Telekom – und dem Freistaat. Auch die Telekomvertreter dankten ihrerseits der Stadt für das Vertrauen und steigen nun, nachdem die Verträge unterzeichnet sind, in die Feinplanung für den Ausbau ein, wie Wilhelm Köckeis, der regionale Ansprechpartner, erklärte. Er bescheinigte der Stadt eine "intelligente Ausschreibung", die den Gewerbe- und Industriegebieten eine bestmögliche Anschlussmöglichkeit biete.

Die Erschließungsbereiche sind: Industriepark Nord, Gewerbegebiet West, Sanierung, Nordpark, Rohr, Singerhof, Pankofen-Mühle, Georg-Eckl-Straße (Schulen/Stadion), Alholz, Breitfeld, Im Tannet und In der Hirt. (PNP vom 12.10.2016)