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Tiefgründig für die Isarbrücke

Aus der Luft gut zu erkennen ist die Trasse der Osttangente zur Isar hin mit dem eng eingegrenzten Baufeld, in dem sich die Baufahrzeuge bewegen dürfen. Von Süden her werden derzeit die sechs Tiefengründungen gebaut, auf denen später die Brückenpfeiler ruhen. Nördlich der Isar, am Schwemmgelände der Südzucker, entstehen Baustraßen und Behelfsbrücken. Die Osttangente setzt sich dort in einem Bogen bis hin zur Götz-Keller-Kreuzung fort. − Foto: Luftbildfotografie Niederbayern/F. Wimmer

Es geht langsam voran mit den Arbeiten für die Osttangente und die Brücke über die Isar. Vieles verschwindet derzeit im Untergrund im Auwald, um später die enormen Lasten zu tragen: "Diese Baustelle braucht ihre Zeit, es geht einfach nicht schneller, das muss so laufen", erklärt Susanne Hopfner, Abteilungsleiterin im Staatlichen Bauamt Passau, die Notwendigkeit der Vorbereitungsarbeiten.

Wenngleich derzeit verborgen im Auwald und auch später kaum noch zu sehen, so ist aus der Luft gut zu erkennen, wie die Umfahrung "wächst", wie die Tiefengründungen für die Brückenpfeiler im Isarvorland sich an den Fluss annähern. Hopfner ist zufrieden: Das Wetter derzeit ist optimal für die Arbeiten, nachdem es "anfangs mit dem vielen Regen schwierig war". Im Moment läuft alles "super" und planmäßig.

Lastabtragung bis tief in die BodenschichtenWenn es jetzt so bleiben würde, wäre es ideal zum Weiterbauen: In diesen Tagen schon werden auf der Südseite – also am rechten Isarufer – alle nötigen Bohrpfähle für die insgesamt sechs Gründungen gesetzt sein.

"Das ist derzeit das Wichtigste, das läuft", erklärt Hopfner. Denn nur auf einer so genannten Tiefengründung können in dem relativ weichen Untergrund dann die Fundamente für die Pfeiler erstellt werden. Die Kräfte aus der Brücke werden tief in den Boden eingetragen. Die bewehrten Betonpfähle gewährleisten eine Lastabtragung bis tief in die Bodenschichten, bis ins Tertiär. Jeweils 60 sind es etwa bei den beiden "Kämpfern",in denen der Stahlboden verankert wird, der die ganze Last der Brücke tragen muss.

Bohrgerät wird umgesetztEs wird für die Tiefengründung ein Raster aus Bohrpfählen gesetzt, darauf kommt dann eine Pfahlkopfplatte, die wiederum die Pfeiler tragen wird. Da das Isarvorland immer wieder überschwemmt wird, werden alle Bauwerke abgespundet: Mit einer verbleibenden Spundung wird jeder dieser Pfeiler gesichert, damit die Fundamente später nicht unterspült werden .

Auf der linken Isarseite im Bereich des Südzucker-Schwemmgeländes, werden Behelfsbrücken und Baustraßen hergestellt, damit das Baufeld erschlossen werden kann. Sind alle Bohrpfähle auf der Südseite gesetzt, wird das Gerät nach Norden umgesetzt, um dort fortzufahren. .

Im kommenden Jahr wird der Stahlbau für die Brücke beginnen, voraussichtlich in drei Jahren soll sie fertig sein. − cat (PNP vom 19.08.2016)