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Stadtwerke splitten Abwassergebühren wegen Verwaltungsgerichtshof

Wer Wasser in den Kanal leitet, bezahlt künftig mehr als derjenige, der Niederschlagswasser versickern lässt.

Ab 1. Januar 2019 soll die gesplittete Abwassergebühr in Plattling in Kraft treten. Dies fordert der Bayerische Verwaltungsgerichtshof, weil laut Berechnungen des Kommunalen Prüfungsverbandes der Niederschlagswasseranteil der städtischen Entwässerungseinrichtung bei rund 20 Prozent liegt. Rund 360000 Euro kostet die Niederschlagswasserbeseitigung die Stadtwerke jährlich. Nun ermitteln sie die versiegelten Flächen, wie Stadtwerke-Leiter Stefan Kopp, zweiter Bürgermeister Hans Schmalhofer und Sachbearbeiter Michael Schreder in der Pressekonferenz gestern erläuterten.

Es handle sich um keine zusätzlich Gebühr, so Kopp, vielmehr werde erfolge mit der gesplitteten Abwassergebühr eine gerechtere Verteilung der Kosten. Eigentümer, die Regenwasser auf dem Grundstück versickern lassen, werden demnach künftig weniger bezahlen, als diejenigen, die über versiegelte Flächen verfügen – zum Beispiel Industriebetriebe – und den Niederschlag in den Kanal leiten. Bisher berechneten die Stadtwerke das Abwasser nach dem Frischwassermaßstab, der wegen des hohen Niederschlagsanteils dem Verwaltungsgerichtshof zufolge aber unzulässig ist.

Die Stadtwerke schicken diese Woche Briefe an die betroffenen Grundstückseigentümer mit dem jeweiligen Lageplan und der angenommenen versiegelten Fläche. Stimmt diese Schätzung nicht, so sind die Änderungen mitzuteilen. Aus der dann erhobenen versiegelten Fläche berechnen die Stadtwerke den "mittleren Grundstücksabflussbeiwert" führt. Die Abwassergebühr setzt sich künftig aus der Schmutzwassergebühr plus der Niederschlagswassergebühr, bemessen nach der versiegelten Fläche, zusammen.

INFORMATIONSABENDEin Informationsabend über die Änderungen findet am Donnerstag, 10. November, um 19 Uhr im Bischofshof statt, einen Tag vor der Bürgerversammlung. (PNP vom 21.10.2016)