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Mühlbachpromenade soll länger werden

Plattling. Da war was schiefgelaufen: Auf der Tagesordnung des Stadtrates stand am Montag als zweiter Punkt: "Ausbau des bestehenden Weges am ,Mühlbachpark’ zur Deichpromenade mit begleitendem Bewegungsparcours – Vorstellung des Vorentwurfes". Nur: Der zuständige Planer, Landschaftsarchitekt Tobias Nowak, wusste davon nichts, hatte die aktuelle Planung gar nicht dabei. Nur gut, dass in der Stadtverwaltung noch die Ausdrucke vorlagen von der Januar-Bauausschusssitzung. Und so gab es auch Anschauungsmaterial für die Stadträte, die bisher noch gar nicht in die Planungen mit einbezogen waren.

Rund 600 Meter ist der Mühlbachdamm von der Bundesstraße 8 bis zur Einmündung in die Dr.-Zacher-Straße lang. Aus ihm soll eine Deichpromenade werden. Überlegt wird, die Deichkrone bis zu 30 Zentimeter abzutragen, um so eine Wegbreite von 3,50 Meter zu erreichen. Ob dieser Weg dann komplett asphaltiert wird oder er seitlich auch noch eine geschotterte Laufbahn für Sportler erhält, will man erst entscheiden, wenn eine Schürfprobe, die in den nächsten Wochen stattfinden soll, durchgeführt wurde. Sie wird ergeben, ob der Aufbau des Dammes eine problemlose Asphaltierung erlaubt, oder ob kostenaufwendig erst ein Unterbau geschaffen werden müsste.

Auf jeden Fall geschaffen werden soll ein besserer Zugang zum Freibad von der Wiserstraße aus. Statt der Treppenanlage, die mit Rollstuhl und Kinderwagen schwer oder fast gar nicht befahrbar ist, soll dank Abtragung des Dammes in diesem Bereich künftig eine sanfte Rampe zur Brücke über den Mühlbach führen. Möglich wird dies, weil der Mühlbachdamm für den Hochwasserschutz der Stadt keine Aufgabe mehr erfüllt, er also rückgebaut werden könnte.

Apropos Brücke: Auch sie ist im Visier der Planer. Demnächst wird überprüft, ob die Widerlager der Brücke auch eine breitere Konstruktion tragen würden. Sollte dies der Fall sein, dann müsste der Stadtrat darüber entscheiden, ob er an dieser Stelle, wie vom Planungsbüro vorgeschlagen, eine breitere Brücke errichten will, die auch "Aufenthaltsqualität" haben soll. Die noch gar nicht so alte Holzbrücke, die derzeit zum Freibad führt, müsste nicht zerstört werden, sondern könnte an anderer Stelle über den Mühlbach wieder aufgebaut werden, stellte Tobias Nowak fest.

Aufbereitet werden soll auch der Vorplatz vom Treppenaufgang zum Freibad. Nowak stellt sich hier eine größere gepflasterte Fläche vor, rechts von der Holzbrücke soll auch wieder ein Zugang zum Mühlbach entstehen, mit Sitzstufen und einer Holzplattform, die ins Wasser reicht. "Dies ist möglich, weil der Mühlbach reguliert ist", stellte Nowak fest.

Vorgesehen sind in drei Bereichen auch "Bewegungsinseln". Dort sollen jeweils mehrere Fitnessgeräte platziert sein. Dafür gäbe es bei einer Fertigstellung bis Ende 2017 auch Zuschüsse aus dem LEADER-Programm.

In die Pläne und in die Kostenschätzung eingearbeitet ist mittlerweile der Wunsch des Bauausschusses, den Weg über die Dr.-Zacher-Straße hinaus bis zum REWE-Einkaufsmarkt fortzuführen. Damit würde man das dunkle Loch in diesem Bereich beseitigen, das es in diesem 250 Meter langen Teilstück noch gibt.

Gleiches gilt auch für den Mühlbachdamm an sich, der bisher nur teilweise, vom Freibad bis zum Lebenshilfe-Wohnheim beleuchtet ist. Er soll künftig auf der ganzen Länge gut ausgeleuchtet sein.

Eine Absage erteilte Bürgermeister Erich Schmid hingegen dem im Bauausschuss entstandenen Vorschlag, im Bereich des vorhandenen Spielplatz an der Dr.-Zacher-Straße einen Wasserspielplatz anzusiedeln. Schmid, der krankheitsbedingt nicht an der Bauausschuss-Sitzung teilgenommen hatte, an Nowak: "Das brauchen sie gar nicht überlegen, da ist die Wasserqualität zu schlecht." Wenn,, sei ein Wasserspielplatz nur im Bereich der Plattlinger Au möglich, wo man den Mühlbach noch vor dem Zusammenfluss mit dem Reißinger Bach anzapfen könne. Zumindest Georg Weiß und Herbert Petrilak-Weissfeld sahen dies aber anders. Entschieden wurde noch nichts.

Und wie geht es nun weiter mit der Mühlbachpromenade? Wenn die Schürfproben erfolgt sind und die Brückenstatik geprüft ist, kann der Stadtrat entscheiden. Die Gesamtkosten werden kaum unter 500000 Euro liegen. Eine Bezuschussung durch die Städtebauförderung und das LEADER-Programm ist möglich. (PNP vom 2.3.2016)