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Lärmschutz an der Rennbahn doch möglich – wenn die Stadt plant

Eine Visualisierung der Projektbau GmbH der Deutschen Bahn zeigt, wie die Bahnunterführungen an der Deggendorfer Straße und der Straubinger Straße aussehen könnten. Die Stadt hat ein Mitspracherecht bei der farblichen Gestaltung. −Fotomontage: Deutsche Bahn

Vor einem Jahr noch sah die Bahn keine Chance, den Wunsch der Stadt Plattling zu erfüllen, die 140 Meter lange Lücke in der Lärmschutzwand beim Rennbahngelände zu schließen. Auch dann nicht, wenn die Stadt die Baukosten tragen würde. Begründung, dort gibt es keine Wohnbebauung. Doch jetzt sieht es etwas anders aus: Beim nichtöffentlichen Erörterungstermin zum Planfeststellungsverfahren zu den Lärmschutzwänden entlang der Strecke Regensburg-Passau am Montag im Plattlinger Rathaus hörte Eugen Grimm von der Stadtverwaltung, dass es dafür nun durchaus eine Möglichkeit gebe.

Wenn die Stadt die Planung in Auftrag gebe, könne die Bahn – natürlich auf Kosten der Stadt – die 140 Meter Lärmschutzwand mitbauen. Es sei nun die Stadt am Zug und müsste ein Planfeststellungsverfahren betreiben, das auf das der Bahn "aufgesetzt" werden könne: Es sollte, um Rechtssicherheit zu haben, allerdings erst der Planfeststellungsbeschluss der Bahn abgewartet werden, dann sollte die Stadt ihre Planung beantragen. Die Bahn würde diese unterstützen und empfahl, das selbe Planungsbüro wie sie zu beauftragen. Es sei davon auszugehen, dass die Genehmigung dieses eher unproblematischen Teilbereichs relativ schnell erfolgen und der Bau, der sich über zwei Jahre hinziehen werde, in einem Zug durchgeführt werden könne, so Grimm. Diese Nachricht freute auch Georg Weiß (SPD), der als einziger Stadtrat am Anhörungsverfahren, das die Regierung von Niederbayern durchführte, teilnahm. In der Sitzung des Stadtrates am Montagabend kritisierte er, dass seine Stadtratskollegen durch Abwesenheit geglänzt hätten, informierte sie aber kurz über die neue Entwicklung.

Eingebunden wird die Stadt auch bei der farblichen Gestaltung der Lärmschutzwände und es werden dort, wo eine Verschattung von Häusern bzw. Fenstern befürchtet wird, transparente Wände eingebaut. "Es wird den Wünschen der Stadt entsprochen", freut sich Grimm.

Nicht ganz nachvollziehen kann er hingegen die Einwendungen der Naturschutzbehörde, die Ausgleichsmaßnahmen für die streng geschützte Zauneidechse fordere. Der Gutachter der Bahn, der sich streng an die dafür festgelegten Vorgaben halte, habe bei seinen Begehungen keine derartigen Tiere feststellen können. Auch Fritz Lang, der in der Fischerstraße wohnt und seit Jahren einen Grünstreifen pflegt, der der Bahn gehört, habe dort noch nie eine Zauneidechse gesehen. Das Eisenbahnbundesamt, das für den Planfeststellungsbeschluss zuständig ist, "wägt das ab", erklärte Grimm.

Die Lärmschutzwände werden an der Strecke nach Passau vom Bahnhof bzw. Stellwerk I bis ins Isarvorland nach der Brücke über die Fischerstraße geführt, außerdem entlang der Waldbahnstrecke von der Silostraße bis zum Abzweig des Industriegleises.(PNP vom 26.10.2016)