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Kreisel würde die Situation lösen...

Immer wieder zu Unfällen kommt es an der scheinbar so übersichtlichen Kreuzung der Ringkofener Straße, die in die Gottlieb-Daimler-Straße übergeht, mit der Straße von Höhenrain nach Ringkofen. Stoppschilder und Einfräsungen in die Fahrbahn haben keine Abhilfe geschaffen. − Foto: Hahne

Ein ausgewiesener Unfallschwerpunkt ist die Kreuzung nicht, dennoch kracht es dort immer wieder – und dann heftig. Die Stadt ist seit Jahren dran, die Ringkofener Kreuzung zu entschärfen. Eine geeignete Lösung aber scheint immer noch nicht gefunden. Verkehrsplaner Dr. Uwe Frost vom Büro Brenner ist derzeit dabei, der Stadt weitere Alternativen und Möglichkeiten für eine bauliche Lösung vorzuschlagen. "Wir sind dran, aber es ist nicht einfach", sagte er dazu auf Anfrage der Plattlinger Zeitung.

Erst Anfang August gab es wieder einen Unfall, bei dem es nur den schweren Fahrzeugen zu verdanken war, dass niemand ernsthaft verletzt wurde. Der Gesamtsachschaden an Fahrzeugen und der Signalanlage für die Gleise wurde auf rund 39000 Euro geschätzt. Für Karl-Heinz Astner war dies der Anlass im Stadtrat erneut nachzuhaken, und zu erinnern, an der Thematik dranzubleiben.

"Die Stadt gibt sich Mühe", bestätigt Dr. Frost, der erst gestern dazu wieder zu Gesprächen im Plattlinger Rathaus war. Mit Einfräsungen in der Fahrbahn, die auf die Kreuzung aufmerksam machen sollen, und Geschwindigkeitsbegrenzungen wurde eine "Minimallösung" umgesetzt, die aber ganz offenbar nicht die erwünschte Wirkung zeigt. Das Problem: "Eigentlich ist die Welt dort in Ordnung", so der Verkehrsplaner, die Kreuzung ist zu übersichtlich. Viele würden deshalb am Stoppschild nicht anhalten – der Verkehrsplaner hat schon bemerkt, dass es ein "Plattlinger Spezifikum" ist, Verkehrsschilder nicht zu beachten.

In der Literatur umstritten seien Sichtschutzwände, die bewirken sollen, dass sich die Autofahrer quasi an die Kreuzung rantasten müssten. Sollte es wieder zu einem Unfall dort kommen, dann "muss man das auch verantworten", sagt Dr. Frost.

Ein Kreisverkehr würde das Problem zwar lösen "und heilen", aber wäre wegen der parallel verlaufenden Bahnlinie nur schwierig zu verwirklichen. Und es stelle sich die Frage, ob er gerechtfertigt und nicht unverhältnismäßig sei. Für eine Ampel gar sieht der Verkehrsexperte an dieser Stelle keine Chance. (PNP vom 11.10.2016)