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Innenstadt für die Zukunft attraktiv machen – Gedankenspiele als Grundlage für die Planer

Diese Perspektive die sich aus einem Heißluftballon ergab, der vergangene Woche über die Stadt fuhr, ermöglicht einen schönen Einblick in die verschiedenen Quartiere (West - Jahngasse, links unten/ Nord - Grabengasse, links oben/ Ost - Jägerstraße, rechts oben und Süd - Schützenstraße, rechts unten) und vor allem in die Hinterhöfe mit den freien Flächen. − Foto: E. Reinhold

2019: Es scheint noch so weit weg, bis die Ostumgehung fertig ist. Und doch ist es längst nicht mehr zu früh, Vorbereitungen zu treffen für die Zeit, wenn wesentlich weniger Verkehr durch die Innenstadt fließt. Um die Aufenthalts- und Wohnqualität am Stadtplatz und in den vier "Quartieren", die durch die Kreuzung gebildet werden, gibt es in der Stadt "Gedankenspiele", um das Konzept, das Stadtplanerin Martina Schneider erstellt hatte, weiterzuentwickeln.

Stets nichtöffentlich erfolgen im Stadtrat die Beratungen. Das hat seinen Grund: So ist es möglich, auch scheinbar unmögliche Ideen auszusprechen, ohne sich Gedanken machen zu müssen, ob Grundstücksfragen geklärt sind, ein Projekt tatsächlich realisierbar ist. Hans Obermeier von der Bauverwaltung freut sich, wünscht sich ausdrücklich auch ein "Querdenken", um Ideen zu finden, wie sich die Innenstadt in der und für die Zukunft entwickeln kann. "Es gäbe so vieles, man könnte so viel angreifen", sieht er eine "Riesenchance", Plätze und damit Freiräume zu schaffen. Im April und erneut im Juni hatte die Stadtplanerin ihre Konzept für Teilbereiche erläutert, intern beschäftigen sich die Fraktionen nun damit, um damit wiederum Grundlage für weitere Planung zu geben.

"Stadt einheitlich ins rechte Licht rücken"Was Obermeier "umtreibt": Das Konzept zur Beleuchtung, wie es im Durchgang zwischen Jahn- und Sterngasse schon umgesetzt wurde, konsequent weiterzuverfolgen und die Stadt "einheitlich ins rechte Licht zu rücken". Das wäre eine "Chance, mit wenig Aufwand großen Effekt für die Wohn- und Aufenthaltsqualität zu erreichen", ist Obermeier überzeugt.

Es geht erst einmal nicht um Details, vielmehr habe man "das große Ganze im Blick", betont Obermeier. Er zeigt sich froh, "dass es gelungen ist, den Masterplan zu entwickeln" und damit eine "Strategie über Jahre" zu haben. Wichtig ist erst einmal das Verkehrskonzept am Stadtplatz, da sich durch die Umgehung die Verkehrströme ändern. Es wird untersucht, ob statt der Kreuzung ein Kreisverkehr am Stadtplatz funktioniert und damit die Ampeln verschwinden können. Auch die Gestaltung der Nebenplätze werde hier mit einbezogen: "Ziel ist es, mehr Aufenthaltsbereiche zu schaffen", Fläche für Fußgänger und Radfahrer. So würden durch einen Kreisverkehr keine Linksabbiegerspuren mehr benötigt. Das brächte noch mehr Platz. Es stellt sich die Frage, ob die "Parkierung", die Anordnung der Parkplätze, noch zeitgemäß ist, ob nicht etwa die südlichen Nebenplätze geöffnet werden könnten. Alles Überlegungen.

Aktuell dran ist die Stadt an den Planungen für das Quartier "Schützenstraße", den Bereich hinter Hefele/Ludwigplatz, Landauer Straße und Schützenstraße. Dort soll eine Tiefgarage mit bis zu 150 Stellplätzen (öffentlich und/oder privat) entstehen und eine Grünfläche. Noch gilt zu klären, wie groß das Interesse ist, Stellplätze anzumieten. Dieser Bereich hängt eng zusammen mit dem Übergang zum Freibad, der barrierefrei gestaltet werden soll, und der Mühlbachpromenade. "Das schafft Qualität und hebt den Wohnwert in der Innenstadt", ist Obermeier überzeugt.

"Gestalterisch eine Lücke" sieht der Leiter der Bauverwaltung derzeit noch in der Kurve der Wiserstraße, hat dafür "schon lange einen Platz im Auge". Damit würde die Straße als Umfahrung des Stadtplatzes nicht mehr attraktiv sein, umso mehr aber als Anlieger- und Wohnstraße.

Schon begonnen wurde mit der Sanierung der Brauereigasse im Quartier "Grabengasse" (Sparkasse/Deggendorfer Straße/Preysingplatz). Immer noch fraglich ist laut Obermeier, was mit dem ehemaligen "Harrer-Areal" an der Deggendorfer Straße passieren soll. Derzeit gehe es um eine Zwischennutzung, eventuell mit Stellplätzen.

Die Umgestaltung des Jahnplatzes "läuft" und ein großer Punkt ist die geplante Erweiterung des Rathauses. In diesem Zusammenhang wird derzeit der Abriss des Nebengebäudes von Blumen Bichlmeier/Wagner vorbereitet. Und es ist angedacht, einen immer offenen Durchgang von der Landauer Straße zum Magdalenenplatz zu schaffen. (PNP vom 29.09.2016)