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"Freiraumsicherung" in der Natur - Stadtrat stimmt Fortschreibung des Regionalplans zu − Info über ILE

Die regionalen Grünzüge (II) befinden sich vor allem im Süden der Stadt, die landschaftlichen Vorbehaltsgebiete (x) im Norden.

Zu weit gegangen war dem Plattlinger Stadtrat der erste Entwurf der Fortschreibung des Kapitels "Freiraum, Natur und Landschaft" des Regionalplans Donau-Wald. Er hätte die Planungshoheit der Kommune zu sehr eingeschränkt, erklärte Bürgermeister Erich Schmid. Mit dem am Montag vorgelegten Vorschlag aber hatten die Stadträte keine Probleme.

Es ging dabei um "Regionale Grünzüge" – nicht zu verwechseln mit dem viel kleinteiligeren "Trenngrün", wie Hans Obermeier von der Bauverwaltung gleich eingangs klarstellte – und "Landschaftliche Vorbehaltsgebiete". Sie dürfen sich nicht mit den Landschafts- und Naturschutzgebieten (LSG/NSG) überdecken. Erstmals in den Regionalplan aufgenommen wurden die Grünzüge – Bereiche, die wegen ihrer besonderen Bedeutung auch für künftige Generationen als freie Landschaft erhalten bleiben sollen – vor allem die Gebiete an den Gewässern, Auen und größere Wälder (mit Klima- und Erholungsfunktion). In Plattling befinden sich diese an den Kiesweihern und am Hauptgraben, wo derzeit die städtischen Ausgleichsflächen entwickelt werden.

Es sei en Land- und Forstwirtschaft und auch eine maßvolle Erweiterung bestehender Siedlungen sowie der Sport- und Freizeiteinrichtungen möglich. Herausgenommen aus der Planung wurde in Absprache mit der Regierung der Bereich zwischen Friedhofstraße und der, der Stadt zugewandten Seite der Osttangente, um ortsplanerische Spielräume zu schaffen.

Landschaftliche Vorbehaltsgebiete waren bereits bisher im Regionalplan enthalten und ergänzen LSG und NSG, sind aber weniger strikt. In Plattling wurden die bisher festgesetzten Bereiche erheblich reduziert, so dass sie den Entwicklungsabsichten der Stadt nicht entgegenstehen. Herausgenommen wurden die Bereiche Singerhof, Irlwiesen, Schiltorn/Holzschwaig und um das Anwesen Hutter in Altholz.
"Vitalitätscheck" für das ILE-Konzept läuft Die "ILE Donau-Isar", die Arbeitsgemeinschaft für Integrierte Ländliche Entwicklung, wurde vor etwa einem Jahr gegründet. Derzeit wird das Konzept entwickelt. Im Zwischenbericht erläuterte Josef Hofmeister, Geschäftsführer der Stadt Plattling, die Handlungsfelder, zu denen neben kommunaler Zusammenarbeit und Verkehrsinfrastruktur auch die Innenentwicklung samt Vitalitätscheck (VC 2.0) gehört. Dieses "Instrument" (Erich Schmid), das den Kommunen an die Hand gegeben wird, wird zu 100 Prozent gefördert. Schon fast abgeschlossen hat die Stadt dafür die Erhebung von Leerständen und wird nun noch die Eigentümer nach ihrer Bereitschaft zum Verkauf oder Tausch befragen. Dies werde in allen beteiligten Kommunen – Aholming, Deggendorf, Moos, Otzing, Plattling und Stephansposching – durchgeführt. Zwar erachteten die Stadträte dies grundsätzlich als sinnvoll, es erschloss sich ihnen aber noch nicht ganz der Zusammenhang für die integrierte Entwicklung, zeigten sich "skeptisch", wie etwa Georg Weiß (SPD), der hofft, dass es "kein Beschäftigungsprogramm für Ingenieurbüros" wird. Das Konzept erklärt es, dass so Wohnraumbedarfsanalysen erstellt und überörtlich bewertet werden können. Auch Investoren könnten für überörtliche Vorhaben aktiviert werden.

Verständlicher war da für die Stadträte der Bereich Wirtschaft/Verkehr: Hier läuft bereits das Vorhaben, einen durchgängigen Radweg von Straßkirchen über Stephansposching und Plattling bis nach Aholming zu schaffen. Auch die Kooperation von Bauhöfen sei denkbar oder eine Übersicht über regionale Besonderheiten. (PNP vom 12.10.2016)