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Es fehlen zwei Kindergartengruppen

In nichtöffentlicher Sitzung im Hauptverwaltungsausschuss vorige Woche ausführlich diskutiert, hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Montagabend der Fortschreibung des Bedarfsplanes nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz für die Jahre 2017 bis 2019 zugestimmt. Demnach sind für Kinder von drei Jahren an (bis Schuleintritt) in der Stadt Plattling 380 bis 390 Betreuungsplätze erforderlich. Derzeit sind 337 Kindergartenplätze vorhanden."Dadurch ist ein Bedarf von 50 Plätzen ungedeckt, der eine Erweiterung der Kindergärten um zwei Gruppen erforderlich macht", heißt es in der Beschlussvorlage. Der Stadtrat stimmte zu, dass entsprechende Haushaltsmittel im Jahr 2017 für die Planung einer möglichen Erweiterung eingesetzt werden.
Zum Sachverhalt: Aufgrund der sehr hohen Geburtenzahlen gab es für das Kindergartenjahr 2015/16 in der Stadt Plattling Wartelisten. Um dem entgegenzuwirken, erteilte das Landratsamt Deggendorf am 18. August 2015 die Genehmigung, die Platzzahl um drei Plätze je Einrichtung zu erhöhen. Mit einem weiteren Bescheid vom 14. Juni 2016 bewilligte die Aufsichtsbehörde in Deggendorf eine "befristete Ausnahmegenehmigung". Das Ergebnis: Die Kindergärten St. Raphael und Michaeli wurden von 105 auf 112, der Kindergarten in Pankofen von 52 auf 56 und der BRK-Kindergarten von 75 auf 84 Plätze aufgestockt. Macht zusammen 337 Kindergartenplätze.
Ausgehend von den Geburtenzahlen und der Annahme von dreieinhalb Jahrgängen, die den Kindergarten besuchen werden, sowie der Einberechnung von Zuzügen, Schulrückstellern, U3-Kindern, integrativen Kindern, geplanten Neubaugebieten und der Flüchtlingssituation errechnete Geschäftsleiter Josef Hofmeister einen Bedarf von 380 bis 390 Betreuungsplätzen für Kinder ab drei Jahren (bis Schuleintritt). Ergo: Ein Bedarf von 50 Plätzen ist ungedeckt. Abgedeckt sei dagegen der Bedarf von 60 Krippenplätzen.
Stadtrat Karl-Heinz Astner äußerte sich dahingehend, dass"für die Plattlinger Kinder, auch bei der Ferienbetreuung, bestens gesorgt sei. Der Freie Wähler spekulierte in die Zukunft und sprach sich für einen Neubau im Bereich der Landauer Straße/Pielweichs aus. "Ein Anbau ist eher ein Provisorium", so Astner. Sitzungsleiter 2. Bürgermeister Hans Schmalhofer (CSU) hielt dagegen, dass "es heute nur um die Fortschreibung und um die Bereitstellung von entsprechenden Haushaltsmitteln geht".
Sachbearbeiter Hans Obermeier vom Bauamt beackerte die eingegangenen Stellungnahmen mehrerer Behörden, was die Aufstellung des Bebauungsplanes "GE Pankofen Irlwiesen neu" und die damit verbundenen Aufhebungen der Bebauungspläne "GE Pankofen Irlwiesen Teil I und II" betrifft. Stellungnahmen lagen vom Amt für Landwirtschaft und Forsten, Autobahndirektion Südbayern, Bayernwerk, Landratsamt Deggendorf, Staatlichen Bauamt Passau, Stadt Deggendorf, Stadtwerke Plattling, Waldwasser und vom Wasserwirtschaftsamt Deggendorf vor. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Betroffenen vom Ergebnis der Prüfung ihrer Stellungnahmen zu benachrichtigen und zeitnah den Satzungsbeschluss vorzulegen. Der Stadtrat stimmte der "sinnvollen Sache" (Sitzungsleiter Hans Schmalhofer) einhellig zu. In der Sitzung war auch Planerin Ursula Jocham (Iggensbach) anwesend.
Weil die Schülerzahl an der Mittelschule Plattling auf 298 Buben und Mädchen abgesunken ist, "fliegt" ein Stadtrat aus der Schulverbandsversammlung. Bisher war die Stadt Plattling mit Bürgermeister Erich Schmid und vier Stadträten, die Gemeinden Stephansposching (31 Schüler) und Otzing (48) jeweils mit ihrem Bürgermeister im Schulverband vertreten. Aufgrund der aktuellen Schülerzahlen scheidet Markus Schmid (CSU) aus. Der Stadtrat zeigte sich mit der Abberufung des Kollegen einverstanden.
Die Anfragerunde nutzte Stadtrat Georg Weiß dazu, den Sitzungskalender anzusprechen: Der SPD-Politiker beschwerte sich darüber, dass es seit über 14 Monaten keine Sitzung des Verkehrsausschusses gegeben habe. "So etwas hat es noch nie gegeben. Was ist da los? Megt’s oder kinnt’s nimma?", hinterfragte er. Ähnlich sei es auch mit den Sitzungen des Kultur- und Festausschusses, kritisierte Weiß. 2. Bürgermeister Hans Schmalhofer hatte eingangs der Stadtratssitzung auf eine nichtöffentliche Zusammenkunft des Kulturausschusses am 19. Dezember verwiesen. Der Vertreter von Bürgermeister Erich Schmid (befindet sich nach einer Knieoperation in Reha) gelobte Besserung. Eine so große Zeitspanne zwischen Ausschuss-Sitzungen solle nicht mehr vorkommen. Hans Schmalhofer verwies allerdings auch darauf, dass "viele Themen auf dem Verwaltungsweg" gelöst worden seien. Georg Weiß sprang Kollege Karl-Heinz Astner bei. Der Freie Wähler beklagte sich darüber, dass in diesem Jahr nur zwei Sitzungen des Hauptverwaltungs-Ausschusses stattgefunden hätten. "Es drängt sich alles", so Astner.
Bis zum 1. Mai 2017 sollen die Bauflächenfreimachung und die Erdarbeiten für den "Nordpark III" erledigt sein. Dort sollen, wie berichtet, die Landkreisschulen angesiedelt werden. Der Auftrag für die umfangreichen Bodenuntersuchungen (auf eventuelle Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg) wurde an eine Fachfirma in Schrobenhausen vergeben.