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Auf der Suche nach Wohnraum

Einen Immobilienmakler kann sich Andrea Hartmann eigentlich gar nicht leisten. "Aber wenn ich jetzt keinen einschalte, dann bin ich noch in fünf Jahren in meiner jetzigen Wohnung", sagt die 41-jährige Plattlingerin, die schon seit zwei Jahren auf der Suche ist. Und deswegen sitzt sie jetzt bei Christian Lerchenberger. Der kann den Eindruck seiner Klientin bestätigen: Vor fünf Jahren hatte der Immobilienmakler regelmäßig etwa 130 Objekte im Blick, davon um die 20 Mietwohnungen. "Mittlerweile sind es noch 25 Objekte und so gut wie keine Mietwohnungen mehr. Und wenn dann doch mal was reinkommt, ist es innerhalb weniger Tage weg. Selbst die Angebote, die früher eher schwer zu vermitteln gewesen wären."

Ein Grund ist die große Nachfrage: "Arbeitsplätze ziehen die Menschen an und da ist Plattling ganz vorne mit dabei", erklärt Lerchenberger. Gleichzeitig trennen sich weniger Besitzer von ihren Häusern und Wohnungen. Vor allem beim sozialen Wohnungsbau sei viel versäumt worden sei – nicht nur in Plattling, sondern bundesweit. Überall fehle es an Geschossbauten, die sich auch sozial schwächere Familien leisten können. Sie trifft die angespannte Lage am Wohnungsmarkt besonders, denn auch in Plattling gilt: Je knapper das Angebot, desto höher die Preise.

Bleibt also nur, neuen Wohnraum zu schaffen? "Ja", sagt dazu Bürgermeister Erich Schmid. "Aber das geht nicht von heute auf morgen." Die Stadt wisse um den Wohnraummangel, suche deswegen nach Lösungen. Neue Baugebiete auszuweisen brauche Zeit – beim Pielweichser Feld III, in dem 15 Wohneinheiten entstehen sollen, sei man gerade dabei. "Eine andere Möglichkeit ist die Innenstadtverdichtung", erklärt Schmid und meint damit zum Beispiel die Bebauung des ehemaligen GM-Geländes. "Da sind wir dran, aber mit den Eigentümern sind noch einige Fragen zu klären." Er hofft aber, dass im nächsten Jahr schon neue Gebäude entstehen könnten. (PNP vom 18.02.2016)