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Anruf-Linien-Taxi: Eine Bilanz zum Zehnjährigen

Seit dem 1. Januar 2006 verkehrt das Anruf-Linien-Taxi (ALT) in Plattling – und das tut es noch immer. "Das Angebot läuft sehr gut", sagt der Leiter des Ordnungsamtes, Antwon Weber, der für die Abrechnung des von der Stadt subventionierten ALTs zuständig ist. 138 Fahrten zählte er im vergangenen Jahr, insgesamt wurden 420 Personen mit dem Taxi-Service befördert. Die meisten davon – fast 90 Prozent – junge Leute zwischen 16 und 25 Jahren, die damit zum Feiern nach Deggendorf bzw. nachts wieder nach Hause fahren.

Nimmt man die Beförderungszahlen genauer unter die Lupe, sehen sie gar nicht mehr so rosig aus, wie Weber sie darstellt. Noch 2012 nutzten das Anruf-Taxi mehr als 1000 Personen, vor fünf Jahren sogar dreimal so viele, wie heute. Die ebenfalls angebotene Strecke von Plattling zum Deggendorfer Klinikum wird ohnehin kaum genutzt − gerade einmal 50 Personen forderten die Fahrt im Vorjahr an. "Wir wissen nicht genau, woran die sinkende Nutzerzahl liegt", sagt Ordnungsamtchef Weber. "Es kann jedenfalls nicht am Preis oder Service des ALT liegen. Die haben sich in den zehn Jahren nicht geändert."

 

Warum zumindest immer weniger Jugendliche das Fahrangebot nutzen, dafür kann Thomas Zillner, dessen Taxiunternehmen das ALT bedient, Gründe nennen: Immer wieder hören er und seine Mitarbeiter von den Partygängern, dass sie gern viel länger feiern würden. 1.30 Uhr – wenn das letzte Linientaxi von Deggendorf nach Plattling fährt – sei dafür deutlich zu früh. "Man sollte über eine Anpassung der Zeiten diskutieren", sagt Zillner, der selbst kein Problem mit solchen Änderungen hätte. Seine Fahrer sind sowieso die ganze Nacht in Bereitschaft. (PNP vom 16.2.2016)