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Jahreshauptversammlung der Freien Wähler Plattling

Kamen bei der Jahreshauptversammlung zusammen (v.l.): Hans Fröschl, Hans Hagl, Heidi Koschollek, Reinhard Leuschner, Stefan Fisch, Gabi Santl, Karl-Heinz Astner, Christa Till und Frithjof Buscke − Foto: Ebert-Adeikis

Plattling. „Schade“ findet Stefan Fisch so einiges, was sich in den vergangenen Jahren in Plattling getan bzw. eben nicht getan hat. Das machte der Vorsitzende der Freien Wähler Plattling deutlich, als er bei der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes am Mittwochabend in der Gaststätte „Zum Armin“ einen bewertenden Überblick über verschiedene Projekte, Entwicklungen und die Finanzen der Stadt gab. Eine der größten Enttäuschungen für ihn und seineParteikollegen: die nur schleppend vorangetriebene Belebung der Innenstadt. Gute Bilanz für Faschingsmarkt Doch zunächst blickte der Vorsitzende auf die Aktivitäten des Ortsverbandes im vergangenen Jahr zurück. Besonders hervorzuheben: Das Volksradfahren im Juni 2015, bei dem eine Rekordteilnehmerzahl von über 200 Radlern erreicht wurde. Es freue ihn zudem, dass sich das Teilnehmerfeld immer mehr verjünge, so Fisch. Bei der Bevölkerung „sehr gut angekommen“ sei auch der Stand beim diesjährigen Faschingsmarkt. „Und für uns hat die Bilanz auch gepasst“, so Fisch, dessen Aussage der scheidende Kassier Frithjof Buscke auch mit den passenden Zahlen bestätigte. Für heuer kündigte Fisch bereits einige Veranstaltungen an. Als nächstes stehe am Karfreitag ein Schafkopfturnier sowie eine Kräuterwanderung am Samstag, 9. April, an. Natürlich werde es heuer auch wieder ein Helferfest, das Volksradfahren und einen Vereinsausflug geben, versprach der Vorsitzende. Mit Bildern aus der Plattlinger Innenstadt läutete er den politischen Teil seines Tätigkeitsberichtes ein. Entgegen der Versprechungen der CSU bei der letzten Wahl, passiere bei derInnenstadtbelebung nur wenig, so Fisch. Nordpark, Deichpromenade, Pielweichser Feld: „Das ist alles ganz schön, aber damit putzt sich Plattling nur von au- ßen. Der Vorgarten wird hergerichtet, aber beim Haus selbst besteht noch Nachholbedarf.“ Darum sei es auch zu bedauern, dass die Plattlinger Kickers künftig keine Silvesterparty in der Innenstadt mehr organisieren. Begründet hatte der Verein das mit den zu hohen finanziellen Risiken. „Gerade für eine Stadt, in der es so wenig Leben im Zentrum gibt, ist das schade.“ Die Stadt hätte hier eine kleine finanzielle Unterstützung geben können, meinte Fisch. Plattling müsse viel mehr Kraft in den Ausbau von kulturellen Veranstaltungen stecken, argumentierte der FW-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Karl-Heinz Astner in eine ähnliche Richtung. Denn inzwischen sei klar: „Plattling wird wohl nie eine Einkaufsstadt wie Straubing oder Deggendorf.“ Er unterstütze darum auch den jüngsten Vorstoß seines Fraktionskollegen Reinhard Leuschner, dass die Stadt den geschlossenen Bischofshof pachten solle, um dort Veranstaltungen zu ermöglichen. Zudem müssten für den neuen Magdalenenplatz noch mehr Nutzungen als Christkindl- und Faschingsmarkt gefundenwerden, betonte Astner. Die FW-Stadtratsarbeit bezeichnete er als „konstruktiv, aber kritisch“. Als Beispiele dafür nannte Astner, dass man den Bau einer Tiefgarage im Quartier Schützenstraße, anstatt eines Parkhauses, angeregt und die Anhebung des Hebesatzes der Gewerbesteuer auf 350 Punkte abgelehnt habe. Statt Steuern zu erhöhen, solle die Stadt künftig stärker darauf achten, dass Baumaßnahmen schnell beendet werden. Durch Verzögerungen sei es bei vergangenen Projekten nämlich häufig dazu gekommen, dass die tatsächlichen Baukosten die in den Planungen vorgesehenen drastisch überschritten, so Astner. „Zum Teil lagen die um 50 Prozent höher.“ Um die Finanzen – allerdings des Landkreises – ging es auch bei Reinhard Leuschner, FWFraktionsvorsitzender im Kreis. Er berichtete den Parteikollegen aus den Beratungen für den Haushalt 2016. Zum ersten Mal übersteige der Verwaltungshaushalt die 100 Millionen Marke und auch die Kreisumlage sei noch nie so hoch ausgefallen. Gleichzeitig warnte Leuschner aber, dass bei Bauprojekten wie dem Schulzentrum und dem Donau-Isar-Klinikum „Riesensummen“ investiert würden, die vom Kreis in den kommenden Jahren geschultert werden müssten. Sorgen bereite ihm auch die Sanierung von Eisenbahnbrü- cken im Kreis, z.B. in Otzing. „SeitJahren setzenwir uns für einen zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Plattling-Landshut ein. Nun wurde bekannt, dass die neuen Brücken nur eingleisig sein werden. Man kann also davon ausgehen, dass unsere Idee damit gestorbenist. Dawird nicht an die Zukunft unserer Wirtschaftsregion gedacht“, bedauerte Leuschner, dem seine Parteikollegen am Mittwochabend noch einmal zur „Ehrennadel in Platin“ gratulierten, die ihm vergangene Woche bei der Kreisversammlung der Freien Wählerfür sein Engagement verliehen worden war. Abschließend hatten die Freien Wähler noch einen neuen Kassier zu wählen. Frithjof Buscke legte sein Amt nieder. „Ich bin jetzt in einem Alter, in dem ich nicht mehr die volle Verantwortung für die Kasse tragen kann“, begründete er seinen Rückzug. Nach seiner Entlastung durch die Versammlung wurde Gabi Santl einstimmig zur neuen Schatzmeisterin gewählt. − rea (PNP vom 04.04.2016)